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Die ganze Darstellung können wir auch an die Frageknüpfen:
„Wie kam die Stadt Freiburg i/B.an Oesterreich?"
weil die Folge und der Ausgang des Kampfes der Stadtmit ihren Herren der Verkauf und Uebergang an eine neueHerrschaft — an das Haus Habsburg war.
Um die lezten Ursachen unseres darzustellenden Kampfeszu finden, müssen wir zurückgreifen auf die Gründung underste politische Gestaltung der Stadt Freiburg durch dieZähringer.
Während man von der Mehrzahl aller deutschen Städtewird sagen können, sie seien geworden nicht gemacht, gehörtFreiburg nach wohlbegründeter Annahnie zu jenen bürger-lichen Gemeinwesen, welche mit Absicht und Ueberlegunggegründet worden sind. H
Die Zähringer wußten genau was sie thaten, als sie109! oder I1J2 1 2 ) das wehrlose Dorf mit Ringmauernund Gräben umfingen. Herzog Berthold II. 3 4 ) war es, derdies that und sein Sohn Konrad H brachte die Schöpfung
1) Die Zähringer gründeten überhaupt planmäßig Städte so:Freiburg i. Ucchtl., Bern, — in Baden: Villingen, Oberkirch, Has-lach. Die Grafen von Freiburg suchten es fortzusezen. Ein Beispieldavon ist „Vöhrenbach". vgl. hierüber Mone Zeitschrift 9, 253 (Urk.vom 24. Jan. 28).
2) So disserireu Känigshoven (eäiäit Schilter) p. 316 und TfchudiSchweizerchronik 1, 50; beide freilich für die vorliegende Frage kaumnoch Quellen.
3) Pertz Mon. (An. Marbae.) 17, 157.
4) Wohl nicht Berthold III., wie man nach Schöpflin HZB. 5, 50annahm, cfr. Schreiber Gefch. der Stadt Freiburg 1, 14. StälmWirtcmbergische Geschichte 2, 287 Anm. 1.