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Die Grafen von Freiburg i.B. im Kampfe mit ihrer Stadt oder wie kam die Stadt Freiburg i.B.an das Haus Oesterreich : Eine historische Abhandlung / von Dr. Heinrich Hansjakob
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mit das Ansehen der Grafen zu brechen; außerdem, daß steihnen auch damit verbundene Einkünfte entzog.

Als sie später in den Besiz dies Amtes wieder kamen,war ihr Ansehen schon zu weit gesunken.

Am meisten aber schadete den Urack-Frei bürgern dieGeldnoth, in die sie theils durch schlechten Haushalt, theilsin Folge unklug gewählter politischer Stellung nach undnach kamen. -

Schon mit Egino II. beginnen die Anfänge zu diesenpekuniären Nöthen.

j Zur Tilgung seiner Schulden verkauften seine Frau Adel-

heid (von Neusten) und der Vormünder seiner Kinder einenHof zu Nußbach mit allen Reckten daselbst') und hattenbis zur Zahlung das Sckloß Urack verpfändet?)

Konrad I., Eginos Erstgeborener und Nachfolger in dem, Breisgauischen Besizthum, schadete seiner Hausmacht gleich! von vorne herein durch die feindselige Gesinnung, die ergegen Friedrich II. festhielt.

Der Grund davon lag wohl nickt so fast in der Geneigt-heit Konrads für kirchliche Interessen, als darin, daß derKaiser ihm die Orte Neucnbnrg, Offenburg und Ortenberg,welche Konrad als zähringisches Erbe ansprach, als eröff-nete Reickslehen zurückhielt?)

So kam es, daß Konrad entschieden auf Seite Jnno-cens II. und der Gegenkönige Heinrich Raspe und Wilhelmvon Holland stand. Heinrick hatte ihm über Restitution

1) ,23g April 8 Mone Zeitschrift 9, 248.

2) Mone I. c. 9, 250.

3) Stalin 2, 462 u. ,97 Anm. 5.