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Die Grafen von Freiburg i.B. im Kampfe mit ihrer Stadt oder wie kam die Stadt Freiburg i.B.an das Haus Oesterreich : Eine historische Abhandlung / von Dr. Heinrich Hansjakob
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wir die Bürger mit Belagerung und Beschießung des gräf-lichen Schlosses beschäftigt. H

Aus den Lagern wurde die Burg beschossen und MitteMai 1366 genommen und gebrochen.

Mit bittern Rachegefühlen sah Egen seine herrliche Beste,die schönste damals in deutschen Landen, 1 2 3 4 5 6 ) fallen.

Er wüstete nun auch mit Brand und Raub gegen dieStadt und ihre Helfer das ganze Jahr 1366 hindurch undzog möglichst viele Völker um sich. Als sich die Stadthierüber durch Abgeordnete im Lager beim Grafen beschwerte,nahm er diese gefangen. 3 )

Jezt riefen die Freiburger auch ihre städtischen Bundes-genossen Basel, Neuenburg, Breisach und nainentlich Bern Hum Hülfe an.

Ob leztere wirklich Zuzug leisteten, ist nicht sicher, undKönigshoven^) nennt bloß die drei andern Städte alsHelfer Freiburgs.

Bon diesen untcrstüzt, zogen nun die Freiburger auf dasvon den Gräflichen besezte Weiherschloß bei Emmendingenund nahmen es; °) wobei sie zwei beim Krieg unbetheiligteStraßburger Adelige fingen und gleichwohl erschlugen.

1) Künigshoven p. 317zwüschcnt Öftre u. Phingesten".

2) Tschudi Chronik 1, 484.

3) Siehe Urkunde vom 13. Octobcr 1366. Schreiber!, e. p. 502.

4) Schreiber I. c. p. 502. Tschudi 1, 405.

5) p. 317.

6) Dieser Zug war Wohl erst im Jahre 1367 und nicht, wieSchreiber (Gesch. 2, 182) meint, gleich nach Eroberung des Schlosseszu Freiburg (l366). Denn durch den bei Einnahme des Weiherschlossesan jenen zwei Straßburger Adeligen verübten Mord luden sie sich dieRache der Straßburger und anderer Herren auf, die sofort dem Egenzuzogen. Der Zuzug aber geschah im Herbst 1367 und es ist un-