Beiträge zur Gü-eschiclite
der
Einigungen der alten Eidgenossenschaft mit dem Auslände
und des
Verhaltens der Eidgenossenschaft hei dem endgültigen Uehergangder Franche-Comte an Frankreich .
Die Darstellung des endgültigen Verlustes derFranche-Comte ist ein interessantes, aber auch schwie-riges Problem der Geschichtsschreibung. Zu zeigen, wieLudwig XIV. dazu gekommen ist, sich dieses Landes zubemächtigen, ist Aufgabe der allgemeinen Geschichte;eine Aufgabe für sich ist es, die Ursachen und Gründenachzuweisen, durch welche das Verhalten der Eid-genossen gegenüber der burgundisclien Frage bestimmtwar. Dieselben darzustellen, ist der Zweck der hiervorliegenden Abhandlung.
Als Ludwig XIV. die Franche-Comte oder Frei-grafschaft Ilurgund erobert und seinem Königreichedauernd einverleibt hatte, da erhoben sich von allenSeiten die bittersten Vorwürfe gegen die Schweizer :„Ihr hättet,“ hiess es, „und es wäre heilige Pflicht füreuch, vierzigtausend Mann unter Waffen rufen und Frank reich zum Frieden zwingen können. Seine Minister selbstgeben zu, dass es ohne eure Beihülfe nicht triumphirthätte. Ihr habt es vorgezogen, euch in seine Arme zuwerfen. Ihr habt ihm die Freigrafschaft überlassen, denWall, der euch gegen dasselbe schützte. Euere Soldatenhaben die Städte der Holländer, euerer natürlichen Ver-bündeten, verwüstet. Dann habt ihr das Reich angegriffen.Das sind euere Thaten trotz euerer lügnerischen Neutra-