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sie, noch auch bemühten sie sich, einige zu fangen, son-dern schlugen alle ohne Unterschied bis zu völliger Ver-nichtung nieder. Diejenigen, welche von ihnen nicht ge-tödtet wurden, versanken im See, durch den sie denHänden der Bergleute zu entgehen gehofft hatten, in derMeinung, durch Schwimmen sich retten zu können. Einigevom Fussvolk, welche sahen, wie ihre tapfersten Kämpfervon den Schweizern so grausam todtgeschlagen wurden,warfen sich von Schrecken vor so einem grausamen Todbestürzt und betäubt in den See und wollten sich lieberin die Tiefe des Wassers versenken, als in die Hände soentsetzlicher Feinde fallen. Es sollen in jener Schlacht1500 Mann durch die Schärfe des Schwertes gefallensein, die im genannten See Ertrunkenen nicht gerechnet.Wegen der dort verlornen Ritterschaft waren die Ritterin der Gegend lange Zeit selten; denn fast allein Ritterund andere in den Waffen von Knabenjahren an geübteAdeliche waren da umgekommen.»
Die Kämpfe in Unterwalden.
Kaum war der Sieg am Morgarten erfochten unddie erste und drohendste Gefahr abgewendet, da brachendie Unterwaldner wieder auf, um in ihre, vom Feind be-drohte Ileimath zurückzukehren; ihre Bundesgenossen be-gleiten sie bis Brunnen; hier finden sie einen Boten, derdie Unterwaldner, da der Feind mit Macht in ihr Landgebrochen, zu eiliger Rückkehr mahnt. Rasch schiffensich diese ein, ihre Bundesgenossen von Morgarten wollensie begleiten, doch ihre Hülfe wird abgelehnt, da derBote keinen Auftrag hat, ihre Unterstützung zu verlangen.Trotz der Weigerung folgen ihnen aber hundert Schwyzernach Unterwalden.
Während die Eidgenossen am Morgarten fochten unddie Hauptmacht des Feindes besiegten, war Strassenberg