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Blücher war ganz derselben Meinung, indem er gleich beiseinem Eintreffen am Rhelne den Krieg weiter auf dessenlinkes Ufer hinüber zu tragen gesonnen war. Aber auch ermußte sich den Befehlen der Monarchen fügen; denn wasgeschehen sollte, mußte mit Kraft und Uebereinstimmungunternommen werden.
Um daS Erste zu erzielen, mußte den, beiden großenHeeren wenigstens eine kurze Zeit gegönnt werden, von denBeschwerden des Verfolgungsmarsches sich zu erholen,die einzelnen Theile wieder zu ordnen, das Material zu . er-gänzen , Verstärkungen an sich zu ziehen. Die Unterhand-lungen in Frankfurt mit den deutschen Fürsten ' in Bezugauf ihre Theilnahme an den künftigen Begebenheiten, sowie die dem französischen Kaiser angebotenen Friedenövor-schläge gewährten Zeit, das Gesagte auszuführen.
Die Truppen der Hauptarmee wie jene deS schlesischenHcercS wurden in ausgedehnte Kantonirnngsquartiereverlegt. Das böhmische Hauptheer mit allen seinen Reser-ven stand vom Main aufwärts, dem rechten Rheinuferentlang bis gegen die Schweiz hinauf, hatte die paradiesi-sche Bergstraße besetzt, und dehnte sich zur Erleichterung derVerpflegung weit seitwärts in dem KönigreicheWürtembergund den kleinen deutschen Staaten aus^ Es hatte in demvereinten Hcerestheile der Baiern und Oesterretcher, unterdem Befehle des von seiner bei Hanau erhaltenen schwerenWunde schon wieder genesenen Generalen der Kavallerie