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Der Uebergang über den Rhein der verbündeten Hauptarmee unter dem Oberbefehle des Feldmarschalls Fürsten Karl von Schwarzenberg am 21. December 1813, nebst einem Berichte über die Ereignisse bis zum 2. Februar 1814 in Frankreich : Ein Beitrag zur Geschichte des Befreiungs-Krieges der Jahre 1813 und 1814 / Von Maximilian Friedrich Thielen
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90
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Mann vom Feinde eine Bewegung vorwärts, Napoleonselbst ordnete ihre Aufstellung. Das Dorf La Nothiörcwurde von Masten von Infanterie und Kavallerie umge-ben, eine Menge Geschütze vor demselben aufgeführt; dieHauptbewegung aber war, dasi der Kaiser mit 2 bis 3000Mann Infanterie den vor der Anhöhe von Tranncs gclc-genen Wald von Bcaulicu bis gegen Bernonvilliöres be-setzen ließ. Der Tag ging übrigens, die genannte drohendeBewegung abgerechnet, rubig vorüber. Napoleon wagteweder das um die Hälfte schwächere schlesische Heer anzu-greifen, noch seinem eigenen eine günstigere Stellung zugeben. Am Abende waren die russischen und preußischenGarden und Reserven von Chaumont eingetroffen, das III.und IV. Armeekorps in die Schlachtlinie eingerückt, das V.und VI Korps zur Theilnahme an der Schlacht bereit; Gene-ral ?)ork befand sich auf zwei Märsche im Rücken des feind-lichen Heeres. Die Lage bei Bricnne hatte sich also in demZeiträume von 24 Stunden auf eine sonderbare Art geän-dert, und zwar ohne daß ein Schuß gefallen war: Napo-leon , der dem FM. Blücher zuerst drohend gegenüberstand, war jetzt von drei Seiten zugleich bedroht; seine indem Gefechte vom 20. vermeintlich errungenen Bortheileversetzte» ihn jetzt in entschiedenen Nachtheil, und statt,wie er gehofft und vielleicht noch am 31. des Morgenswirklich geglaubt hatte, es mit dem schlesischen Heere alleinzu thun zu haben, führten ihm die tiefdurchdachten Anord-