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1 (1825) Thurgegenden : eine Sammlung malerischer Landschaften an und in der Nähe der Thur / von I.B. Isenring ; mit naturhistorischen, geschichtlichen und geographischen Erklärungen und Bemerkungen
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beson-Kiesboden. Daher wird auch der Reisende nirgends schönere und herrlichere Bäume antreffen, als im Thurthale,Der Wein des Thurthales ist zwar nicht so feurig, wie derje-ders im obern Thurgau und gegen den Bodensee hin.-nige, der z. B. am kalkichten Jura gewachsen ist, aber doch geistreicher, als derjenige, der am Bodensee gepflanzt wird,dabey angenehm von Geschmack und sehr haltbar. Einzeln stehende kleinere Weinberge liefern oft ausgezeichnete Weine;derjenige, welcher auf Flächen gewachsen ist, zeigt sich gewöhnlich auch geringhaltiger. Die bekanntesten und belieb-testen Weine des Thurthales sind der Weinfelder, der Ottenberger, der Carthäuser und Iselisberger. Weinländer Weinwird derjenige genannt, welcher in den, der Mündung der Thur näher liegenden Gegenden wächst.

In ihrem Laufe, durch die Kantone Thurgau und Zürich , nimmt die Thur verschiedene kleinere Flüsse und Bäche auf.Nur die wichtigsten mögen angeführt werden. Zuerst vereinigt sie sich bey Bischofzell mit der Sitter, die von der nördlichenSeite des Säntis durch den Kanton Appenzell herunter fliefst, und in einem tiefen und zerrissenen Thale durch den KantonSt. Gallen in den Kanton Thurgau gelangt. Sie führt kaum halb so viel Wasser, als die Thur, hat aber denselben reifsendenund stürmischen Lauf. Auffallend ist, dafs die Lachse nicht in die Sitter gehen, und dennoch in der Thur bis über Büren hinauf schwimmen. Kommt diefs etwa daher, dafs die Sitter in den drey letzten Stunden ihres Laufes keinen bedeutendenZuwachs bekömmt und daher das Wasser weniger frisch ist? Aus diesem Grunde wenigstens geben die badelustigen Knabengewöhnlich der Sitter, die Forellen aber der Thur den Vorzug. Bey Märstetten fällt der so genannte Giefsen in die Thur.Von Berg und Weinfelden herkommend, scheint dieser Bach, besonders im Sommer, ganz unbedeutend; bey regnerischerWitterung aber läuft er so an, dafs er seine Fluthen verheerend über seine Ufer wirft und selbst die Sicherheit der Strafse,welche über ihn hinführt, gefährdet. Von ähnlicher Art ist der Kämmerbach, der von Alterswylen und Altenklingen hersich sammelt und unterhalb Müllheim in die Thur fliefst. Eine halbe Stunde unter Pfyn nimmt die Thur den Ausflufs des Hüttwyler Sees auf, und nahe dabey wird sie noch durch die Murg verstärkt, welche im Kanton St. Gallen , nicht weit von denRuinen von Alttoggenburg entsprungen, vom Hörnli herab bis Münchwyl in nördlicher, von da in nordwestlicher Richtungdurch ein breites, dem Thurthale sehr ähnliches, Thal der Thur zuströmt, und während ihres Laufes mehrere sehenswertheWasserwerke treibt. Im Kanton Zürich , welchen die Thur eine kleine Stunde unterhalb Ittingen betrittet, erhält sie nurnoch durch unbedeutende Bäche Zuwachs. Die sich nähernden Flufsgebiete des Rheins und der Tös gehen auf beyden Seitendie Gewässer an, bevor sie sich sammeln können. Uebrigens halten sich in der Thur die, in solchen Flüssen gewöhnlichen

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Fische auf. Die Lachse steigen wohl bis gegen Bischofzell und Büren hinauf, allein ihr Fang ist überhaupt sehr bedeutend