Allein dies war nicht der effektive Stand; denn dieöstreichische Armee hatte Ende März gegen 7000 Kranke, d. h.also über ein Fünftel vom Ganzen, so daß man das Korpsvon Colli nicht über 20,000, den rechten Flügel der östreichi-schen Hauptarmee nicht über 12,000, den linken nicht über 14,000und die ganze verbündete Macht nicht über 40,000 Mann wirdrechnen können.
Wenn wir über die Stellung der Oestreichcr etwas Be-stimmtes und Deutliches aussagen sollen, so befinden wir unsin Beziehung auf das Faktische schon sehr in Verlegenheit,und noch mehr in Beziehung auf die Absicht und den Charakterderselben. Wir müssen uns mit den allgemeinsten Umrissen be-gnügen.
Zuerst hatte General Colli in den nördlichen Auslaufender Apenninen als eine Art Avantgarde gestanden, während dieöstreichischen Truppen am Po und bis zur Adda iu Winter-quartieren lagen. So war die Sache noch Ende März.
Anfangs April wurde Argenteau, welcher mit zwei Brigadenin der Gegend von Acqui stand, in die Gebirgsthäler weitervorgeschoben, und Colli zog sich rechts zusammen.
Dieser nahm nun mit dem Kern seiner Macht, d. h. mitacht Bataillonen, eine Stellung bei Ceva, hatte Provera mitvier Bataillonen bei Millesimo zur Verbindung mit Argenteau,zwei Bataillone bei Murialdo, Vorposten gegen Garesio, undnoch ein paar Seitenkorps, das eine bei Mondovi, das anderelinks bei Pedagiera.
Argenteau nahm von Ovado, im Thal der Orba, bis Cairoeine Linie ein von etwa zehn Stunden, die auf den Umwegenleicht fünfzehn betragen konnte. Er hatte aber anfangs nichtdie Hälfte und, als der Feldzug anfing, nicht viel über die Hälfteseiner Truppen, nämlich elf Bataillone und zwei Eskadrons, beisich, das Uebrige scheint noch am Po geblieben zu sein. DieFolge war, daß er im Grunde nur eine Art von Vorposteukettebildete, denn wenn 6—7000 Mann aus fünfzehn Stunden ineinem Gebirgslande so aufgestellt sind, daß sie die Thäler undRücken quer durchschneiden und alle diese Thäler und Rücken