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ehe er Zeit gewonnen hatte, sich in der beabsichtigten Stellungeinzurichten, von den Divisionen Serrurier und Meynier gleichhinter Vico angefallen und in Unordnung auf die Stellung ge-worfen. Ein Angriff in derselben folgte unmittelbar; anfangswar der Widerstand in der Mitte beim sogenannten Briquetgegen die Brigade Dommertin von gutem Erfolg begleitet; aberdie Generale Gugeux und Meynier umgingen die Stellung, auchdie Mitte wurde zuletzt durchbrochen und Colli sah sich ge-nöthigt, mit einem Verlust von acht Kanonen und 1000 Manndurch Mondovi abzuziehen und seinen Rückzug bis Fossanofortzusetzen. Ein zu rasches Vordringen der französischen Ka-vallerie unter dem General Stengel wurde von der feindlichenzurückgewiesen und mit bedeutendem Verlust und dem Todeihres Generals bezahlt.
>8. Waffenstillstand mit den Sardiniern.
Auf den Bericht von dem unglücklichen Gefecht bei Mon-dovi und vermuthlich auch von der geringen Unterstützung, dievon Beaulieu zu erwarten sei, beschloß der Turiner Hof An-träge auf Waffenstillstand und Frieden zu machen.
Schon am 23. erhielt Bonaparte vom General Colli denAntrag auf einen Waffenstillstand mit der Bemerkung, daß derKönig von Sardinien jemanden nach Genua gesandt habe, umdurch den dortigen französischen Agenten Friedensanträge beidem französischen Gouvernement machen zu lassen.
Bonaparte hatte offenbar das Interesse, seine Unterneh-mungen gegen Piemont so früh als möglich abbrechen zu können,um sich gegen Beaulien zu wenden; außerdem ließ sich voraus-sehen, daß ein Waffenstillstand zum Separatfrieden führen würde,Und das war der Vortheil und die Absicht des französischenGouvernements. Es kam also mir darauf an, daß Bonapartedie gegen die Sardinier errungenen Vortheile durch eine Ga-rantie fixirte und diese zur Bedingung des WaffenstillstandesMachte. Diese Garantie waren ein paar piemontesische Festun-sien, welche den Franzosen bei Fortsetzung ihrer Operationenals Basis diesseits der Alpen und Apenninen dienen konnten.