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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Sie hatten nach Gavardo nicht mehr durchkommen können unddeshalb den Entschluß gefaßt, sich gegen den Mincio zn wenden,in der Hoffnung, sich zu Wurmser durchzuschlagen, was gelingenkonnte, wenn sie das Gluck hatten auf keine zu starke feindlicheAbtheilung zu stoßen. Sie richteten ihren Marsch am 4. aufLonato, vermuthlich nicht glaubend, dort dieselbe Truppe nochzu finden, mit der sie Tags zuvor geschlagen hatten. Da sieim Felde auf keine Truppe stießen (die Division Massen« standvielleicht in Dörfern oder in einiger Entfernung von Lonato imLager), so forderten sie die Besatzung von Lonato keck auf, sichzu ergeben. Es war Bonaparte selbst, der zwar nur 1200 Mannbei sich hatte, aber unter den vorhandenen Umständen diese Auf-forderung wie eine Insolenz behandelte und drohte, alles füsi-liren zu lassen, wenn sie nicht innerhalb acht Minuten dieWaffen streckten, was denn auch geschah.

40. Die Schlacht von Castiglione am 5. August.

Bonaparte zog von der Division Despinois noch zweiHalbbrigaden an sich und rückte den 5. Morgens gegen Solfe-rino vor.

Hier fand er den General Wurmser, etwa 25,000 Mannstark, in einer Stellung mit dem rechten Flügel nach Solferino,mit dein linken an der Straße von Mantua nach Brescia,senkrecht auf diese letztere; also ganz geeignet, um durch ein vonMarcaria über Eeresara und Guidizzolo kommendes Korps aufeine sehr wirksame Weise in den Rücken gefaßt zu werden.

Mit Tagesanbruch war Fiorelli bei Guidizzolo eingetroffen,und Bonaparte kann hierauf einige 30,000 Mann stark berechnetwerden, wenn man nämlich 4—5000 Mann in den verschiedenenGefechten und 0—7000 Alaun gegen Quasdannowitsch undsonst detachirt annimmt und von seiner ursprünglichen Stärkeabzieht.

Die Division Augereau bekam den rechten Flügel, Massen«ben linken, Kilmaine wurde hinter dem rechten Flügel cchelonirt,Und Fiorelli erhielt seine Richtung auf Cavriana im RückenWurmsers. Um das Einschreiten des Letztem zu erwarten, war