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Ende überall zurückgedrängt, ohne einen wirklichen Sieg er-fochten zu haben; man ist in den Besitz eines Gebirgslandesgekommen, ohne die moralische Ueberlegenheit gewonnen zuhaben, die diesen Besitz behaupten läßt: kurz man hat einenTheil seiner Kräfte ausgegeben und ist in Verhältnisse gerathen,die man eigentlich nicht suchte. Diese Vorstellungen habeneinen großen Antheil an der Behutsamkeit, welcheden Angreifenden an dem Fuße der Gebirge zuml Stehen bringt.
Wenn also der französische Feldherr Mitte Juni und MitteAugust zweiinal seine guten Grunde hatte, am Fuße der Alpenstehen zu bleiben, Gründe, die sich in dem Totaleindrnck allerUmstände viel einfacher ausnehmen, als hier in ihrer theoretischenZersplitterung — was bewog denn die östreichische Regierung,zu glauben, daß er Ende August diese Gründe nicht mehr habenwürde? Er hatte sich verstärkt, und allerdings wuchs dadurchdie Wahrscheinlichkeit seiner neuen Thätigkeit etwas, allein sinddenn ein paar tausend Mann gleich so viel werth, als die Ti-roler Alpen? Wenn ein Vertheidiger gleich bei jeder Möglich-keit, angegriffen zu werden, seine Vertheidigung aufgeben wollte,um zum Angriff überzugehen, so würde der größte Theil dererfolgreichen Vertheidigungen verloren gehen, denn in dein großenVortheil des Abwartens liegt die Hauptwirksamkeit aller Ver-theidigung.
Wir behaupten also: die östreichische Regierung hat den Vor-theil ihrer Tiroler Alpen, den sie im Augenblick der Noth doch sodeutlich gefühlt hat, und dem sie in vielen andern Beziehungenvielleicht einen übertriebenen Werth beilegt, in diesem Augen-blicke ganz verkannt und sich durch geniesüchtelnde Brouillons zueinem strategischen Angriff verleiten lassen, der gar nicht inihrem Interesse war.
Nur einen Grund haben wir noch zu beseitigen. Der Angriffin der Ebene Italiens wurde vielleicht beschlossen, um Neapel undRom Muth zu machen, denn beide hatten ihren Frieden mit Frank-reich noch nicht beschlossen, das erstere vielmehr im August bereitsein Korps gegen die Grenze des römischen Gebiets vorrücken lassen.