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Daß man auf dergleichen Klagen eines Generals keinen zu großenWerth legen darf, ist eine ziemlich bekannte Sache, und amwenigsten verdient die Sprache Bonapartes in einem solchenFalle große Rücksicht. Die Ueberlegenheit des Feindes wardiesmal geringer oder wenigstens nicht größer, als in den beidenersten Entsatzversuchen, und das Verhältniß von 13 zu 40 aufdem entscheidenden Punkt ist ganz aus der Luft gegriffen.Mafsena, Augereau, Guyeux, Maquiere und die Kavalleriemüssen wenigstens noch eine Masse von 20,000 Mann gebildethaben, und die Oestreichs waren, nachdem sie Mitrowsky ansich gezogen hatten, vielleicht 22,000 Mann stark. Allerdingsmögen die beiden vergeblichen Versuche an der Brenta und beiCaldiero Bonaparte gegen sich selbst und seine Lage etwas ver-stimmt haben, und das Vertrauen zur glücklichen Lösung derAufgabe mag darum etwas weniger groß gewesen sein, aber eswidersteht uns, nach Art der gewöhnlichen Schriftsteller unsdiesen Feldherrn am 13. und 14. in einer von allen Seitenmehr als je bedrängten, verzweiflungsvollen Lage auszumalen,aus der er selbst vierundzwanzig Stunden lang keinen Ausgangzu finden gewußt habe; und dies blos, damit dann die Lösungdieser ungeheuren Ausgabe eine desto theatralischere Wirkungmache. Es widersteht uns dies, einmal weil es gegen dieWahrheit der Verhältnisse ist, und zweitens, weil ein so rath-loser Zustand mit der Größe eines Feldherrn ganz unverträglichist. Man kann sich wohl denken, daß ein großer Feldherr ineiner sehr bedrängten Lage Tage, ja Wochen lang unentschlossenbleibt über die Möglichkeit, einen Ausweg zu finden, aber nurnicht in dem Augenblick, wo es auf das Handeln schonwirklich ankommt, wo jeder Zeitverlust seine Lage ver-schlimmert.
Wenn wir also hier in einer Krisis einen Zeitraum vonvierundzwanzig Stunden verfließen sehen, ohne daß wir diesenStillstand im Handeln zu motiviren wissen, so wollen wir dochlieber an äußere Ursachen glauben, als an einen Stillstand desEntschlusses.
Bonaparte hat also den Entschluß gefaßt, Alvinzi in seiner