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drücken dürfen, auf dein man Truppen da aufstellt, wo derFeind zur Umgehung der oben genannten eigentlichen Stellungvorzudringen sucht. Den innern Halbkreis kann man als eineReservestellung betrachten, die aber, weil sie von dem äußernnur etwa 1000 Schritt entfernt und von ihm überhöht ist, keinegute Vertheidigung abzugeben scheint.
Die Zugänge des Vertheidigers zu dieser Stellung aus derGegend von Verona und Castelnuovo kommen über Orza undColombara und gehen auf Rivoli, indem sie den Monte Pipoloschon rechts lassen.
Dem Monte Pipolo gerade gegenüber, am linken Etschufer,befindet sich die Chinsa, welche, wie wir schon gesagt haben, dieauf dem linken Ufer gehende Hauptstraße des Etschthals her-metisch verschließt.
' Die Hauptstärke dieser Stellung von Nivoli besteht darin,daß der Vertheidiger über Orza und Colombara mit allenWaffen hineinrücken und in derselben alle Waffen brauchenkann, während der Angreifende auf den vier oder fünf Wegenüber die Corona und den Monte Baldo sich mit gewöhnlicherArtillerie gar nicht nähern, also sich nur mit einer besondernGebirgsartillerie versehen kann, was sich denn immer auf sehrwenige Stücke von schwachem Kaliber beschränkt; daß er auchnicht gut viel Kavallerie mitnehmen kann; daß für diese beidenWaffen allein die Straße im Etschthal bleibt und daß das Auf-steigen derselben bei der Osteria fast nicht zu erzwingen ist.
Das Gefecht muß also fast allein mit Infanterie geführtwerden, und darum muß diese der feindlichen sehr überlegensein, wenn auf einen guten Erfolg gerechnet werden soll.
Zoubert, 10,000 Mann stark, hatte früher die Corona nurmit ein paar tausend Mann besetzt und seine übrigen Truppenin den Dörfern des Capriner Thals in Quartiere verlegt. Ob-gleich der General Jomiui das Gefecht au der Corona so er-zählt, als habe Joubert nur mit der Avantgarde dort gestanden,so scheint doch aus den Originalberichten hervorzugehen, daß erbeim Vorrücken der Oestreicher anfangs seine ganze Division inder Stellung der Corona versammelte in der Absicht, diese zuerst