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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Serrurier vollkommen geschlagen, die Vereinigung beider voll-zogen und dann der Marsch auf Governolo und Ferrara an-getreten werden. Aber, wie es in solchen Fällen wohl zu ge-schehen pflegt, es entstanden mancherlei t-mx-trrüx. an Zeitverlust.Das Verständniß mit Wurmser hatte sich nicht so schnell ge-macht, daß dieser noch denselben Tag seinen Ausfall ausführenzu können glaubte; er wurde bis zum andern Morgen verschoben.Dies war unstreitig ein sehr großer Fehler. Wenn die östreichi-schen Generale auch nicht befürchteten, daß Bonaparte von Rivoli,wo er sich den 14. geschlagen hatte, und von woher man viel-leicht noch am 15. das Kanonenfeuer hörte, den 16. früh schonangekommen sein konnte, weil Rivoli von Mantua acht Meilenentfernt ist, fo mußten sie doch bedenken, daß Augereau höchstwahrscheinlich hinter Provera herrückte, daß andere Reserve-truppen aus der Gegend herbeikommen konnten, und daß folg-lich, was den 15. Abends noch leicht war, am 16. früh schonunmöglich oder wenigstens höchst zweifelhaft sein konnte; dennsobald die Streitkräfte der Franzosen einmal so groß wurden,als die der Oestreichs, so war auf das Gelingen wenig mehrzu rechnen. Unter diesen Umständen hätten die östreichischenGenerale selbst eine nächtliche Unternehmung nicht scheuen sollen.

Aber es machte sich alles anders, als man hätte glaubensollen. Wurmser verschob, wie wir gesagt haben, seinen Angriffauf den folgenden Morgen. Augereau verlor seine Zeit mitunnützen Anstalten und traf nicht zur eigentlichen Entscheidungein. Dagegen war Bonaparte, den die östreichischen Generalenoch bei Rivoli oder höchstens auf dem Rückmarsch glaubten,am 16. früh schon in voller Position bei der Favorite. Er warmit seinen Truppen in der Nacht vom 15. auf den 16. ein-getroffen. Da man die letztem etwa auf 8000 Mann schätzenkann, so geht daraus hervor, daß die Oestreichs es nun schonmit einer ihnen gleichen Streitkrast zu thun hatten.

Die Franzosen hatten ihre Aufstellung hauptsächlich beiMontada, der Favorite und S. Antonio, welches auf der Straßevon Verona liegt. Sie befanden sich also zwischen der Citadelleund Provera.