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noch nicht vollbrachte Unternehmung aufgegeben werden muß: esist das Springen des überspannten Bogens. Hier würde dieWirkung aber deswegen ungewöhnlich groß gewesen sein, weilsich in Italien so viel politische gegen einander in Spannunggerathene Elemente befanden, die nur auf die militärische Ent-scheidung warteten. Dies Letztere ist es hauptsächlich, was diefranzösische Armee genöthigt haben würde, bis in die Seealpenzurückzugehen.
Wenn aber auch dieser Zustand eines so ungleichen Erfolgsaus den Verhältnissen ganz natürlich hervorgeht, so bleibt erdoch immer ein nachtheiliger, und man kann wohl sagen,wenn es nicht unvermeidlich war, so setzt es einen Fehler in dergroßen strategischen Anordnung voraus, daß man sich sechs Mo-nate hindurch in diesem Zustande befand, daß viermal das un-gewisse Loos entscheidender Schlachten geworfen, und dabei jedes-mal der ganze Erfolg des Feldzugs eingesetzt werden mußte.
Unvermeidlich waren aber diese Verhältnisse nicht, weder fürdie französische Regierung, noch für ihren Feldherrn.
Die erstere konnte, wenn sie die italiänische Armee gleichnach dem ersten Siege um 20- oder 30,000 Mann verstärkte,Bonaparte dieser langen Quarantäne in Italien überheben; eswird aber niemand behaupten, daß eine solche Verstärkung un-möglich gewesen wäre, da sich eine Menge von Truppen imInnern und namentlich eine ganze Armee an den Küsten desOceans befanden. Schon das Unterlassen der nach Irland be-schlossenen Expedition würde dazu in den Stand gesetzt haben.Aber das französische Direktorium wußte damals den Wertheines Vordringens über die Alpen noch nicht ganz zu würdigenund verstand es nicht, so wie Bonaparte später es verstandenhat, die Lösung einer sehr zusammengesetzten Frage auf eineneinzigen Punkt zurückzuführen, den Schwerpunkt des ganzenWiderstandes auszusuchen, um darauf seinen Stoß zu richten.Mit Oestreich wurden die Parteien im Innern amsichersten besiegt. Bonaparte hat ihm diese Versäumniß oftgenug vorgehalten.
Aber noch ein anderer Weg zur Abkürzung dieser langen