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erlitten hatten; dann entstand Schrecken und Bestürzung, undnun wurden neue Kräfte aufgeboten. So lange aber die Nieder-lage noch nicht da war und der heftige Drang der Umstände,so lange fehlten diese Anstrengungen. In diesem Sinne konnteman allerdings sagen, daß die Kräfte, welche wir in der Zeitkonzentrirt haben wollen, nicht gleichzeitig vorhanden waren,weil es an der Energie fehlte, sie herbeizuschaffen. Aber ist esdenn zu entschuldigen, daß die Energie nur von dem Schreckenund der Angst ausgeht? soll sie nicht vielmehr im Kriege, be-sonders in der Strategie, ein Werk ruhiger und kluger Be-rechnung sein?
An dieser klaren Einsicht aber hat es gerade gefehlt. Dieöstreichische Regierung sagte sich nicht bestimmt genug: Wirmüssen mit Ueberlegenheit auftreten, wenn wirunsere Angelegenheit in Italien wiederherstellenwollen, und sie sah es nicht klar genug ein, daß in derNatur der Strategie die gleichzeitige Anstrengungaller Kräfte tief gegründet ist.
Feldzug von 1797 in den Alpen.
69. Stärke und Stellung beider Theile.
Der Mangel an irgend einer östreichischen Erzählung fürdiesen Feldzug läßt keine einigermaßen genügende Uebersichtdesselben zu. Wir können also nur den Hauptfaden der Be-gebenheiten bis zum Präliminarfrieden von Leoben angeben,sind aber außer Stande, auch nur die wesentlichsten Verhältnisseder Hauptmomeute erschöpfend darzustellen. Wenn man indessen,ohne die Stärke des Erzherzogs in Zahlen angeben zu können,nur weiß, daß er sehr viel schwächer war als sein Gegner, sogenügt das wenigstens zur Verständlichung des Ganzen, unddie Stelle, die dies Ganze in der Strategie einnimmt, ist wich-tiger, als der Verlauf der einzelnen Begebenheiten, weil dieseim Grunde nur Theile eines etwas gedrängten Rückzugs sind-
Damit ist indessen nicht gesagt, daß es nicht auch vongroßem Interesse sein würde, wenn die Oestreicher durch be-