Das Ende des Kaisers Paul.
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mußte es auffallen / daß er ihm einst auf der Parade persönlich dieHonneurs machte, und das paradirende Bataillon selbst vor ihmvorbeiführte: eine Ehre, die Paul noch Niemand erwiesen hatte. Auchredete er den dreizehnjährigen Knaben in deutscher Sprache stets mitden Worten „gnädigster Herr" an. Natürlich lag der ganze Hos zuden Füßen des jungen Prinzen von Württemberg. Nur die GräfinLiewen, der die Interessen ihrer Zöglinge, der Großsüksten, am Her-zen lagen, und die sich niemals einen Zwang anthat, zeigte ihm ihreAbneigung ganz unverhohlen.
Schon mehrfach hatte der Kaiser Winke fallen lassen, von einem„Kranä soup" gesprochen, den er vorhabe; jetzt äußerte er drohendgegen seine Geliebte, die schöne Fürstin Gagarin, geborene Lapuchin,und gegen Kutaissow, daß er nun seinen granä eoup vollbringenwerde. Er fügte sogar die bedenklichen Worte hinzu: „8ous psujsms vsriui torss äs t'airs tombsr äss tstss gui jaäis m'staiontsbäres!" — Wer konnte ermessen, wie weit diese Drohung reichte,und wem sie galt! — Seine Worte wurden sofort dem Grafen Pahlenhinterbracht — von wem? — ob von dem ehemaligen Diener, denPaul als Freund bis zu den Stufen des Thrones erhoben hatte, odervon seiner Geliebten, wissen wir nicht näher anzugeben; ein Dritterkann es kaum gewesen sein.
Pahlen sah nun sein eigenes Leben in unmittelbarer Gefahr,und konnte nicht zweifeln, daß sie in nächster Nähe drohe, als er er-fuhr, daß der Kaiser zwei verbannte Günstlinge zurück berufen habe:den Ingenieur-General Lindener, einen ehemaligen preußischen Offi-zier, den Paul erst mit Gnnstbezeugungen überhäuft, dann von sichgewiesen hatte — und dann den mit Recht gesürchteten Araktscheyew,dessen Namen Schrecken verbreitete; von dem man wußte, daß erohne Zögern und Zweifel, wie ohne Schauder, jede That beging, dieihm befohlen war.
Aber die Entscheidung war nun auch auf der anderen Seite ausdoppelten Gründen leichter herbeizuführen; Pahlen konnte bei demGroßfürsten Alexander mit ganz anderem Nachdruck als früher auseinen augenblicklichen Entschluß dringen, seitdem er mit den Plänendes Kaisers bekannt war. Paul hatte sie in thörichtem Vertrauengegen diejenigen ausgesprochen, die er für seine Getreuen hielt.Pahlen konnte nun dem Großfürsten Alexander den erwählten Thron-