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Erster Band.
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Der Feldzug 1812 in Rußland »ach einmal.

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Abstraetionen verloren, war sein Geist ausschließlich mit Julius Cäsarund Friedrich dem Großen beschäftigt — seine Vorstellungen gingennicht über den siebenjährigen Krieg hinaus. Ihm schwebte nichtsweiteres vor als das verschanzte Lager bei Bunzelwitz, in welchemFriedrich II., auf die nahe Festung Schweidnitz gestützt, eine Zeitlang mit Erfolg Stand hielt, — und ein Vertheidigungskrieg, wie erihn sich seltsam genug aus geträumten Erfahrungen des siebenjährigenKriegs abgeleitet hatte. Der Krieg sollte diesem System gemäß mitgetheilten Kräften, vermöge zweier von einander unabhängiger Heeregeführt werden, von denen das Eine sich der Hauptmacht des Feindesgegenüber, in wo möglich unangreifbarer Stellung, auf eine abwar-tende Vertheidigung beschränkte, während das Andere mächtige Diver-sionen im Rücken des Feindes ausführte. So hatten, nach Phull'ssehr eigenthümlichen Anschauungen, Friedrich der Große und seinBruder Heinrich den siebenjährigen Krieg geführt.

Er dachte sich zuerst die feste Stellung, in der die erste Armeeunter Barclay den Feind festen Fußes erwarten sollte, um der zwei-ten unter Bagration Zeit und Raum für die „Diversionen" imRücken des Feindes zu lassen, ziemlich abstraet und unbestimmt ir-gendwo, und fand sie dann bei Drissa, an der Düna, d. h. nicht tiefim Innern des Reichs, sondern noch etwas vor der alten Grenzedesselben — und nur 3b Meilen von der neuesten, wie sie 1795 und1807 festgestellt worden war. Fünsunddreißig Meilen weit sollte dem-nach der Rückzug gehen; damit ist doch wahrlich dem Feinde nichti ein Raum überlassen, in dem sich die Offensivkraft eines Heers von! mehr als Viermalhunderttausend Mann erschöpfen konnte. Daß beidiesem Plan nicht auf den Raum als entscheidendes Machtelementgerechnet war, das liegt wohl für Jedermann zu Tage und bedarfkeiner weiteren Erklärung.

Phull's Plan gewann den Beisall des Kaisers Alexander, weiles eben damals dem Herzog v. Wellington gelungen war, die Fran-zosen unter Massena vor den verschanzten Linien von Torres Vedrasi auszuhalten; weil Massena sich nicht zu dem Wagniß hatte entschließen! können diese Linien anzugreifen und endlich seinen Feldzug nach Por-j tugal als einen verfehlten aufgeben und sich nach Spanien zurückzie-hen mußte. Gerade so, hoffte man, werde es in Litthauen gehen;Napoleon's Macht werde sich an den Schanzen von Drissa brechen