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Der Feldzug 18l2 iu Rußland nach einmal.
Selbst bei Smolensk angegriffen, wich dann Barclay nach drei-tägigen theilweisen Kämpfen zuletzt doch wieder der entscheidendenSchlacht aus, — aber auch wieder nicht etwa im Sinn eines um-fassenden Plans, auf den er sich nie beruft, um sein Verfahren zurechtfertigen, — sondern wieder aus Gründen, die den örtlichen undaugenblicklichen Verhältnissen entnommen sind — und ihn nicht weiterzurückführen sollen als bis auf das allernächste Vortheilhafte Schlacht-feld. Denn was man für die endliche Entscheidung gewann durchjede neue Landstrecke, die dem Feinde überlassen wurde, darüber istBarclay im Lauf des Feldzugs selbst so wenig jemals in das Klaregekommen als sein Kaiser; in jedem Bries an diesen wiederholt derFeldherr, daß dem weiteren Vordringen des Feindes nun durchausHalt geboten werden müsse — verlangt größere Thätigkeit von denentsendeten Seitenheeren unter Wittgenstein und Tormassow — undbetheuert, er sei fest entschlossen in der allernächsten VortheilhaftenStellung die entscheidende Schlacht anzunehmen, die dem unerwarte-ten, wachsenden Unheil eines feindlichen Heereszuges in das Innereein Ende machen und den Feind zum sofortigen Rückzug gegen dieReichsgreuze hin zwingen soll.
Zu dieser Schlacht kam es freilich zunächst noch nicht, aber auchnur wieder aus Gründen, die jedem Operationsplan fern lagen.Daß Barclay auch Smolensk verließ, hatte in der ganzen Armee dieleidenschaftlichste Entrüstung — unter den Generalen eine Art vonMeuterei hervorgerufen, — man hielt Barclay für unfähig oder füreinen Verräther, und eine mächtige Intrigue, die an seinem Sturzarbeitete, die den Kaiser mit endlosen Briesen und Klagen über ihnbestürmte, wollte es nnn unter seiner Führung zu einer Schlacht nichtmehr kommen lassen; — ziemlich deutlich tritt hervor, daß man vondieser Seite kein Schlachtfeld passend finden wollte, so lange Barclaynoch au der Spitze des Heeres stand. Eine Stellung nach der an-deren wurde verworfen, und so oft man auch Stand halten wollte— man „taumelte rückwärts" von Einer zur Anderen, wie Clause-witz den Gang der Dinge sehr bezeichnend ausspricht, ohne umfassen-den Plan — ohne jede Berechnung, die weiter gereicht hätte alseben bis aus das nächste mögliche Schlachtfeld, — bis endlichKntusow erschien, der ausdrücklich gesendet war zu thun, wasdie öffentliche Meinung überlaut verlangte, jedem weiteren Rück-