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Erster Band.
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Der Feldzng 1812 in Rußland noch einmal.

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dessen Einfluß Sie unglücklicher Weise während des ganzen Feldzugsempfunden haben, — ließ Sie den Fehler begehen, auf Poretschie zumarschiren, um seine Linke anzugreifen, während er sich auf seinerRechten bei Lyady concentrirte, wo er über den Dniepr ging. — Siehatten diesen Fehler wieder gut gemacht, indem Sie dem Feinde beiSmolensk zuvorkamen. Da nun aber die beiden Armeen vereinigtwaren, und da es in Ihrem Plan lag, dem Feinde etwas später eineHauptschlacht zu liefern, wäre es ebenso gut gewesen, sie bei Smo-lensk zu liefern, als bei Zarewo-Saimischtsche; Ihre Macht wäresogar dort mehr intact gewesen, denn alle Verluste, die Sie am 5.,am 7. und an den folgenden Tagen bis Zarewo-Saimischtsche er-litten, hätten nicht stattgefunden. — Und was die Besorgniß betrifft,umgangen zu werden, die tritt überall ungefähr in gleichem Gradeein, und auch bei Zarewo-Saimischtsche wären Sie nicht frei davongewesen. Die Begeisterung des Soldaten hätte sich bei Smolenskauf das Höchste gesteigert (l^aräsur cku svlänt out etü extrvmo üLmolsusll), denn es war der Eingang zu der ersten wahrhaft russi-schen Stadt, die er dort vertheidigt hätte."

„Der Verlust von Smolensk machte einen ungeheueren morali-schen Eindruck im ganzen Reich. Zu der allgemeinen Mißbilligungunseres Feldzugsplans gesellten sich nun auch Vorwürfe." — Undnun erzählt der Kaiser, wie er sich genöthigt gesehen habe, Kutusowzum Oberfeldherrn zu ernennen.

Diese Zeilen schrieb der Kaiser Alexander am 24. Novembera. St. Schon hatte das Heer Napoleon's auf dem Rückzug von Mos-kau seinen Untergang gefunden — und noch hatte der Kaiser nichtgefaßt, daß der weitere Rückzug von Smolensk aus eine Nothwendig-keit gewesen war, — daß dieser Rückzug tief in das Innere des Lan-z des allein den glücklichen Umschwung des Geschicks herbeigeführt hatte;

! — daß dagegen eine Hauptschlacht bei Smolensk eine verderblicheThorheit gewesen wäre. — Das Räthsel des Feldzugs war bereitsdurch das unerhörteste Ergebniß gelöst, und noch lag es unverstan-den vor dem Kaiser Alexander!

Auch erwartete der Kaiser Alexander keineswegs den Untergangdes napoleonischen Heers als unvermeidliche Folge des Rückzugs. Erwar mehr als erstaunt, als ihm das Geschehene in seinem ganzenUmfang klar wurde, und sah darin und in dem Erfolge überhaupt

v. Bernhardi, verm. Schriften. I. 1?