Die Reform der Heeresvcrfassinig. (Ja». 1861.)
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Mission zu entsagen, um selbst dessen Sicherheit von auswärtigenVerhältnissen zu erwarten.
Denn mit ungenügenden Mitteln die Lösung einer unmöglichenAusgabe unternehmen —: wozu könnte das führen? — Wer solcheThorheit säen wollte, könnte nur unermeßliches und dazu schmachvollesUnheil ernten.
Das „Begnügen" ist also keineswegs eine so ganz einfache, un-verfängliche Sache, bei der wir uns weiter gar nichts zu denkenhätten. Der Satz, der es empfiehlt, ist nicht so unbedingt unabhängigvon allen weiter reichenden Rücksichten, als er gedacht scheint.
Wer ablehnt, was er selbst als die an sich bessere Heeresver-fassung anerkennt. — und was nicht unerreichbar ist — um unsauf einen Nothbehelf zu verweisen, der ist uns wenigstens — soferner uns nicht zugleich ganz unumwunden eine gewisse demüthige Re-signation empfehlen will — den bestimmten Beweis schuldig, daß dervorgeschlagene Nothbehelf den Forderungen bestimmt gegebener Ver-hältnisse gegenüber — z. B. in der gegenwärtigen Lage Europa's —immerhin noch vollständig genüge. Wir müssen den strengen, aufwirkliche Thatsachen, wirkliche Erfahrungen gestützten Beweis von ihmfordern. Mehr oder weniger willkürlichen Vorstellungen — und wennsie auch erhabene wären — können.wir keine Geltung zugestehenwo es sich um so gar ernste Dinge handelt, und am wenigsten na-türlich dann, wenn sie der Erfahrung widersprechen.
Auch noch in einer anderen, in der That besser begründetenWendung, wurden die Vorschläge der Commission, eine Organisation,die den bisherigen Einrichtungen möglichst nahe bliebe, und dabeidadurch, daß die Dienstzeit bei der Fahne aus zwei Jahre beschränktwürde, die Ausbildung einer größeren Zahl Mannschaften bewirkte,als ein nothwendiger Ausweg empfohlen; als bedingt und gefordertdurch die eigenthümlichen Verhältnisse Preußens.
Man sagte: „Nach rein militairischen Rücksichten können wirnicht zu Werke gehen, in der Weise wie Oesterreich und Frankreichkann Preußen seine Armee nicht organisiren; denn daß Oesterreichund Frankreich auf ihrem Wege so weit gegangen sind, als irgendmöglich, bis zur äußersten Gränze möglicher Anstrengung ihrer Fi-