Versamlungder Ritterndes GuldenFlüß.
Von Antorff vnd mehrerley namhafftenxcixOberster sein. Was da für zweifel an einem oder an dem andern Artickel fürfiel/ solt er oder seine Erben außzulegen zu verdammen macht haben/ newe notwendige zu setzen/ die duncklen zu erleutern mit that vnnd besserung des Or-dens/ wie dann beschehen als nachvolgt.Im Jar 1461. zum Hage inn Holand endert Hertzog Philipp den 43.Artickel/ thet hinzu mit einhelligen Rhat der Ritter. So bald man verkündtden todt eines Ritters/ solt man zugleich einen andern erwehlen.Hertzog Carle zu Burgund/ der verendert das 22. Capitel mit verwilli-gung der Ritterschafft das zu jeder zeit/ vn an jedem ort zugegen/ der Oberstvnd seine nachkommen/ ein Tagleistung mit dem Orden haben möcht.Vnnd als er zu Valentz im Hennegöw ein Taghielt/ Anno 1468. daendert er den 25. 26. 27. 28. Artickel/ die da setzen/ die Schauben sol vo Scharlach/ und mit Veh gefütert sein. Da satzt er/ es sollen die Schauben nur ge-macht werden von Carmesin Atlaß, mit weissem Daffet vnterfütert/ also soltauch die Kapp vnd der Leibrock sein ohn alle Prem. Also solten es die vierAmptleut auch trage. Auff den Tag als man zu unser Frawen Ampt geht/sollen sie in weissem Dammast gekleidt gehn/ vnd in roten Hüten. Die Klei-dung soll der Orden in gemeinem kosten machen/ vnd inn dem Schatz behal-ten werden. Die Klagkleider soll jeder Ritter inn seinem kosten machen.Ausserhalb der vier Amptleuten/ die der Orden einmal kleiden solt/ vnd sie dieselbige Kleidung bey inen behalten.Bald darnach fiel der Burgundisch Krieg ein/ vnnd nach Caroli todtdie vnrhu von wegen der verwandtschafft Maximiliani, also das bey denGeschichtschreibern wenig meldung geschicht des Ordens der ohn zweifelimmer zu genommen/ vnd in iren Protocollen wol zu befinden/ aber dieweil ichdessen kein bericht hab/ will ich die zeiten vberhupffen/ vnnd allein anzeigen/was ich seidher befunden.Im Jar 1500. hat der Printz Philipp zu Brüssel eine versamlung/ vndließ den Ritterbrüdern nach die 40. Ducaten die ein jeder solte zalen im an-tritt des Ordens. Vnd eben zu der selbigen zeit thet er auch ab den 45. Arti-ckel/ sagt man solte in der Wahl sein Leben nit außgründen/ da satzt er/ mansolt(so die Wahl ergangen) erstes vmbfragen, ob er der Ehren wert wereoder nicht.Auff dem Tag zu Modelburg 1505. ordnet er man solt xv. Meß haltenfür ihm in der Kirchen die am gelegnesten/ vnd xv. Schilling Almusen ge-ben/ darfür dörfften die Ritter dem Rentmeister nicht zalen/ vnnd solten dievier Amptleut einen jeden Ritter, so vil jr waren, den tod des einigen verkünden.Maximilian ward Oberster des Ordens/ als ein Vormund Caroli/ her-nach Reisers/ ließ mit Carolo dispensieren des alters halb/ vnnd war er wieein anderer Ritter/ hielt im Jar 1516. ein Tag zu Brüssel/ da ward der zalhalben gemehrt/ vnd sie noch auff zwentzig erstreckt, vnd ihren waren so vielauff die selbige Tagzeit mit dem Obersten.Den dritten Artickel endert er auch daselbst, ließ ihnen nach das sie dasFlüß täglich an einem Seiden faden tragen möchten, aber die Ketten zutra-gen wurden die Tag bestimpt. Meynachten/ Ostern/ Pfingsten mit ihrenFeirtagen. Alle vnser Frawen tag, Newjar/ Auffart/ Hergots tag/ AllerHeilige tag/ Drey König tag/ S. Andres tag/ als des Patronen des HaußBurgunds und des Ordens. Wann man eines Ritters Leibfahl begienge/oder Tagleistung hielte/ der Oberst frembde Bottschafft verhorte/ beurlau-bet/ der es des Tags nicht trüge/ solt zwen Schilling zur besserung geben zurMeß/ so viel zum Almusen/ doch lediget er Keiser/ König vnd Fürsten diesesGesatzes.Auff