Thücher undLeinwath.LeinwathMärckt.Abtey Bou-dele.Grentzen desWelschenFlandern
Beschreibung der Graueschafft Elanderneclxxiiiwelcher alle Mochen seine Wochenmarckt hat von allen dingen/ vnnd son-derlich von grober Leinwathen. Ist dem Hertzog von Cleuen zustendig/gleich wie Torout vorgemelt/ sampt dem namhafften Dorff Winendal/ an-dern Ohrten vnnd Gutern, welche er als Erbe des Herrn Philippen vonKauestein geerbet hat.Von Tiel.Jel ligt zwischen Gent/ Bruck vnd Curtrai: Jst ein guter Flecken/ indem Thücher vnd viel Leinwath vnd Bucgram gewürcket wirt.Von Eeclo.DEclo ligt zwischen Gent vnd Bruck zu drey vnd fünff Meilen von ei-Enander/ vnnd ist zwar ein guter Flecken, alda alle Wochen LeinwathWärckt gehalten werden, darauff ein grosser zugang ist.Von Steeken.Teecken ist in mitten zwischen Antorff vnnd Seclo gelegen/ ein guterFlecken, welcher ein grossen Passz hat. Auff ein halbe Heil dauonligt die namhafft vnd reiche Abtey Bondele.Zwischen den namhafftesten vnnd gewaltigsten Dörffern, achten wir/ esseyen Harlebeecke vnd Gaure, von denen wir hernach etwas erklären wollen.Von Harlebeecke.Arlebeecke ist an der Lise ein Meil von Curtrai gelegen/ ein gar schö-Dnes lustiges Ohrt/ vnnd eins von den eltesten in Flandern. Hat einThumbstifft/ vnnd den Burggraueschafft Tittel. Dieses Ohrt waredas Vatterlandt des Liderici/ Engerani und des Andackers Harlebeeca-nern/ welche die fürnemesten Herrn/ Prefecten vnnd Saltuari in Flanderngewesen, dann sie also genennet waren.Von Saure.5 Aure ligt vngefahrlich drey Meilen von Gent: hat ein gut Schloß/Dvnd Fürstliche Wirde, dem Grauen von Egmont zugehörig/ dannen-her er den ersten Tittel geschöpfft.Von Elandern Gallicante, das ist WelschFlandern.As andertheil Flandern/ so Gallicante genennet ist/ stosset gegenWitternacht an das Flämisch Flandern, gegen Mittag an datT Land Cambrai: gegen Auffgang an die Schelde/ vnnd Gegen Ni-dergang an die Lise vnd Artois. Vnnd wiewol diese Landtschafft etwasklein/ so ist sie doch vber die massen gut vnd schön. Hat ein vbermessigenfeißten vnd fruchtbaren grund zu allen dingen/ aber für alle ding zum Wei-tzen. Es macht gar gute Ferber Röte vnd köstlichen Weyde/ gleich wol a-ber wenig. Hat schöne Vieh weyden, derwegen viel vnnd grosser nutzendaruon eruolgt.Auff dieser Welschen seiten seind die schöne vnd reiche Stett Lille/ Do-nai vnnd Orcies/ v nnd darnach die mechtige Herrschafft Tornai/ vnd dieLandt-