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Niderlands Beschreibung in welcher aller darinn begriffnen Landtschafften, Fürstenthumben, Graveschafften, Herrschafften, Bisthumben, Abteyen, Stetten, Schlössern, Vestungen, Flecken und namhafftigsten Oertern Ursprung und Auffgang eigentlich erklärt wirt : darneben von der Einwohnern Natur und Eigenschafften, Sitten, Gebreuchen, Policeyen, Ständen, Satzungen, Statuten, Privilegien und Regiments Ordnungen, Gewerben und Handlungen ec. sonderlich aber von der Statt Antorff zu Meer und Landt in alle Welt handtierende. Item von fürnemmsten Kriegen, Schlachten, Thaten und Geschichten: Herkunfft der fürtrefflichen Männern und Geschlechtern: Neuer Künsten erfindungen. Von dem Meere, gefahrlichen Schiffarten und mehrerley namhafften Sachen / erstlich durch ... Ludwig Guicciardin ... biss auff das M.D.LXVI Jar zusammengetragen ... verdeutschet durch Danielen Federman
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und mehrerley nam̄hafften Sachen.cecxxxijdouicus Pius/ innhalt eingesetzter Ordnung gekrönet/ vnd solche Ordnungevon derselben zeit an/ mit allen Keisern biß auff Reiser Carlen den fünfftenalso gehalten worden. Dann nachdem Keiser Carl in Hispania gewesen/im Jar tausent fünff hundert vnnd neunzehen im Monat julij er-wehlt/ vnd im volgenden Jar darnach im Monat October mit grossem Festvnnd Ceremonien in dieser Statt gekrönt. Gleichergestalt war im Jatausent fünff hundert ein vnnd dreissig gekrönet worden zum RömischenKönig Ferdinandus sein Bruder, welcher jetzund erwehlter RömischerKeiser ist.Demnach wir dann zu diesem Passz gelanget seind/ vnnd es die gelegen- Wie das Nö-heit gibt/ will ons nicht auß dem wege sein/ am ende dieses Wercks kurtzlich Reich an dieTeutschenanzuzeigen/ welcher gestalt vnd durch was weg das Römische Reich in dakommen.Teutschland an die Teutschen kommen ist: von den Churfürsten/ vnd ihrenAemptern: Deßgleichen von der Wahl vnnd Krönung der newen Keisern.Und ist namlich zu wissen:Nach dem Bapst Leon der dritte/ der Constantinopolitanischen Rei-sern fahrlessigkeit vnd widerwertigteit, auch dargegen der Königen vonFranckreich wol verhalten/ vnd sonderlich gegen der Christlichen Kirchen,angesehen/ hat er doch auß keinem andern gewalt als nur ein Oberst haup-te des Römischen Volcks/ mit allgemeiner bewilligung im Jar achthun-dert in Rom erkieset zum Occidentalischen Keiser, Carol den grossen/ wel-che Keiserliche Wirde mit der Bäpsten bestähtigung volgendts ein langeZeit immerdar nach einander in diesem Geschlecht geblieben. Weil aberdarnach sein Linien in Mannsstammen abgangen/ begab es sich/ als im jat Bapst Gre-tausent vnnd zwey Gregorius der fünffte auß Sachsen durch Reiser Ottogorius dernem dem dritten auch von Sächsischem Stammen/ auß dem Exilio wider auß Sachsenhat die Chur-zu dem Bäpstlichen gewalt befürdert worden: vndfürstlichedamit er sich gegen dem Keiser vnnd dem Vatter-Wahl denland freundtlich auch danckbarlich erzeigen thete, Teutschen v-bergebenhat er durch sein Decret die Keiserliche Wahle derChurfürsten seiner Teutschen Nation vbergeben/eben in der weise vnd Ordnung/ wie sie dann nochder zeit gehalten wirt vnd im schwung ist, doch mitvorbehalt/ das die erwehlten Keiser/ den Keiserli-chen Tittel vnnd Mehrer des Reichs nicht führensolten biß das sie von dem Babst gekrönt wurden.Daher ist nun erwachsen/ sich zu Rom krönen zulassen/ vnd vor denselben Ceremonien nur den Rö-mischen König vnnd Keiserlich Titel ohne dasDasWörtlin Römisch/ zu führen.Der Churfürsten seind sechs drey Geistlich vnnd drey Weltlich/ namlichdie Ertzbischofen zu Meintz/ Trier vnnd Cöln: Der Hertzog von Sachsen/Warggrane von Brandenburg vnd der Pfaltzgraue bey Rhein. Vnd imfahl diese sechs Churfürsten nicht vberein stimmen/ so scheidet der König vonBöheim als der siebend Churfürst/ wie hernach zu vernemmen/ jren Streit.Die drey Geistlich Churfürsten seind Cantzler des Römischen Reichs/nämlich: Meintz vber die sachen in Teutschland/ Trier in Franckreich vnnd Aempeer derChurfürstendCöln in Italien. So ist das Königreich Böheim jrer Rey. May. Ertzschen-cke/ Sachsen Ertzmarschall/ Brandenburg Erzkammerer/ und die Pfaltz-grauen Erztrucksesse.Wann nun der Keiser offentlich sitzt/ vnnd die Reiserlich Maiestat halt/so sitzt inn der affection der Bischofe von Trier gegen vber/ Meintz zu derEe iiij