Die Hallstätter und Im rsns-Periode.
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AlteS Kultnsgemt, Lei Pekkatel gefunden.(Nach Lisch.)
Steiermark gefundenen Bronzewägelchen mit menschlichen Figuren und einer Platte, derenAnordnung mit dem Grnndplane eines ehemaligen Steinkreises auf dem Falkenberge bei Jnden-burg in merkwürdiger Weise übereinstimmt, undin den Resten einer Opferstätte bei Pnlkau inNiederösterreich. Auch wissen die dortigen Bolkssagenviel von „Truiten" (Druiden) oder „Tonnen" zu be-richten, die in alter Zeit dort gehaust hätten. Auch inBöhmen hat der keltische Stamm der Bojer, besondersbei Hradischt an der Mies, bedeutende Alter-tümer, Gerate aller Art und aus allen möglichenStoffen, Horn, Stein, Bronze, Eisen u. s. w.,darunter zahlreiche Münzen, selbst von Gold (so-genannte Regcnbogenschüsselchen) mit Nachahmungengriechischen Gepräges, hinterlassen.
Schon in früher Zeit, als im Osten der Odernoch die Steinzeit herrschte, drang die Kultur der Bronze,man meint zuerst dem Rheine und später der Elbenach, nordwärts vor und ergoß sich auf diesen Wegen
über Norddeutschland und Skandinavien. Der erste dieser Ströme hat besonders in Hannover,der zweite besonders in Mecklenburg zahlreiche Spuren hinterlassen. Seltsame Opfergegenstände,namentlich einen bronzenenKessel auf einem vierrädrigenWägelchen, fand man in einemHügelgrabe bei Pekkatelin Mecklenburg, von welchemmerkwürdiger Weise schonfrüher die Sage gegangen,daß Zwerge („Unterirdische"),die in einem andern Hügelwohnten, wenn sie Tafelhielten, den Kessel aus jenemHügel entlehnten; ja manfand auch die „Tafel" ausStein in dem andern Hügel.
Es mußte sich also die Er-innerung an diese Kultus-gegenstände Jahrhundertelang im Bolke erhalten haben.
Jener Doppclwcg deraus dem Süden eingeführtenBronzekultnr hat dem Nordenganz eigenartige Formen ge-bracht. Es finden sich dortgegossene Bronzegcgenständevon hoher Feinheit, zum Teilmit Goldplättchen belegt undmit Bernstein verziert. Gleich-zeitig mit der Einfuhr der-selben stieg dort auch dieGesittung. Der Pflug wardbenutzt, das Pferd gezähmtund geritten. Töpferei und
Goldener Arm- und Fingerring aus dem Grabhügel bei Rodenbach in derNheinpfalz. Natürliche Große.
1. Der Armring ist hohl. Die abgebildete Verzierung der Vorderseite wiederholt sich inganz gleicher Weise auf der Rückseite. Den Mittelpunkt der Ornamentierung bildet diegroteSke Maske eines männlichen Kopfes mit einem merkwürdigen, in seiner oberen Ansichtdurch dargestellten Kopfschmuck. Nach beiden Seiten schließen sich zwei mit abgewendetenKöpfen daliegende und mit Filigranarbeit verzierte Widdergestalten an. Diesen reihen sichzwei kleine männliche Köpfe und diesen wieder zwei groteske Widdergestalten an, woraufdas Ornament palmettenartig ausläuft, wie id zeigt. 2 . Bei dem Fingerringe wird dieVerzierung durch zwei gegeneinander stehende groteske männliche Masken gebildet: mitausgeschnörkelten, stark markierten Augenbrauen, Backenbart, welcher über die Oberlippeläuft, Locken an beiden Wangen. Den Abschluß nach unten bildet ein blattartiges Ornament.Gehören wohl in die früheste I-s. Nöns - Periode, wenn es nicht etruskifcher Import ist.
(Nach Lindenschmit.)