Umschreibung und Übersetzung 'zu dem Faksimile einer Seite aus einer Handschrift von
Einhards Lebensbeschreibung Karls des Grossen.
(Wien, k. k. Hofbibliothek.)
2 s. und erste Hälfte des 22. Kapitels.
sai. ainLbnt peie^riuos et in eis suscipienäis Maßmam badebat curain, acteo uteorums muitituüo non solum palatio, uerum etiain re^no von iiuuerit« uiöeretur overosL.Ipse tamea prae ma^nituöins animi buiuscemoäi poixlere minims Aranabstur, cnin stiamingeniia iucommocia laucle liperalitatis ac dnnae komae merceüe conpensaret.
22. Lorpore suit ampio atgue rodustn, statura eminent!, guae tamen iustam nonexceäeret (nam septem suorum pecium proceritatem eins constat bakuisse mensuram),apice cspitis lotunäo, oculis praebranctikus ac ueZetis, naso paululum meäiocritatewexoeüenti, canitie pulcbra, facie laeta et bilari. Vnäe kormae anctoritas ae cli^nitas lamstanti guam secienti plurima aclguirebatur; quamquam ceruix odesa et breuior uentergueproiectior niäcrstur, tnmen baso ceterorum memdrorum celabat aegualitas. Incessuürmo totague. corpoiis babitucline uiriii; noce ciurs. guiclem, seü guae minus corporiskormae conueniret; nniitucline prospsra, praeter quoü, nnteguam äeceäeret, per guatuorannos crebro kedridns corripiebatnr, aü extremum etiam uno peäe clauäionrst. Lt tunoquiüem plura suo arbitrntu guam meäicorum consilio faciedat; guos spsne exosos iradebat,quoä ei in cikis nssn, guidus nssuetus ernt, cümittere et elixis näsuescere sunäeknnts.
Übersetzung:
2 s. Er liebte die Fremden und ließ sich ihre Aufnahme sehr angelegen sein, sodaß eine Ulenge derselben nicht nur deni Palaste, sondern auch dem Reiche nicht mitUnrecht lästig erschien. Er selbst indessen wurde infolge der Größe seines Geistesvon dieser Last am wenigsten gedrückt, da er auch bedeutende Unbequemlichkeiten durchdas Lob seiner Freigebigkeit und den Lohn eines guten Rufes anfwog.
22. Sein Körper war groß und stark, die Statur hochragend, ohne das richtigeMaß zu überschreiten (denn es stekt fest, daß seine Länge sieben seiner Füße betragenhabe), der Scheitel des Kopfes rund, die Augen sehr groß und lebhaft, die Nase einwenig das Mittelmaß überragend, die Farbe schön, das Gesicht froh und heiter. Daherbesaß er sowohl im Stehen als im Sitzen, große Ansehnlichkeit und Würde der Er-scheinung; obschon der Nacken dick und zu kurz und der Unterleib zu sehr vorstehenderschien, verbarg dies doch die Gleichmäßigkeit der übrigen Glieder. Sein Schritt warfest und die ganze Haltung des Körpers echt männlich; die Stimme zwar hell, aberweniger als der körperlichen Gestalt geziemte, die Gesundheit günstig, außer daß er,bevor er starb, vier Jahre lang häufig von Fieber ergriffen wurde und zuletzt auchmit einem Fuße hinkte Auch dann verhielt er sich mehr nach seiner Einsicht, a!s nachdem Rate der Arzte, (die er beinahe haßte, weil sie ihn überredeten, unter den Speisen dasGebratene, an das er gewöhnt war, wegzulassen und sich an das Gesottene zu gewöhnen).