Beilage zu Seite 227:
Erläuterung zu den Abbildungen
Mittelalterlicher Kirche »liege!.
f. Tiegel des Domkapitels von Hildesheim. Es jst das kleinere Siegel, 8l(>II.1.0N Tv LTV8T8,aus dein f5. Jahrh. Eine gotische Architektur, unter dem mittleren Baldachin die Jungfrau Mariamit dem Kinde, unter den Seiten-Baldachinen rechts der heil. Bernward mit dem Kreuze, links derheil. Godehard mit dem Bischofsstab und einem Buche. Umschrift: 8IOIVVOlVl - NIVI)K8KbUM3I8vcOVK3IL Tv 0T08T8. Silberner Stempel; Hildesheim, Bischöfliches Museum. — Bcrn-ward und Godehard sind die Schutzpatrone von Hildesheim; jener war Bischof von Hildesheim vomf5. Jan. 9s)3 bis zum 20. Nov. s022; dieser vom 30. November f022 bis zum 5. Mai s038.
2. Spitzovales Siegel des Kollegiatstiftes zn Kranenburg bei Kleve. Als Pfarrkirche standdie Kirche schon vor f3K. Das Siegel zeigt reiche gotische Architektur. Über der Hauptnische, inwelcher der heil. Martin als Patron von Kleve und dos Stiftes steht, der gekreuzigte Heiland, rechtsund links vom heil. Martin die Apostel Petrus und Paulus. In einer kleinen Bische zu Füßendes Heiligen ein fast nackter auf einer Krücke gehender Bettler. Umschrift: Hsigillum) - ürrmn - rt-rapl>tu)li - rrrlstsjje - ssiinlritsi - Martsinil - llranrnliorgeiilüis) - Illlsinil - il») - Lrf1<ich>. Stempel vonKupfer in der Kranenbnrger Kirche.
3. Spitzovalcs Siegel des Kollegiatstiftes auf dem Liebfrauenb erg zu Frankfurt a. M.(f325), jetzt Liebfrauenkirche. Die Jungfrau Maria mit dem Jesuskinde auf dem linken Arme hältin der Rechten einen Zweig mit drei Rosen; zu ihren Füßen knieen zwei Nonnen, inschriftlichOI88UVT und KL'IKIRT benannt. Umschrift: -j- 8ii§iIImch - VOLileshK > btORTI8 - SjachOM -
- IN - bI<.VAlvI''.AbOIvl). Stempel von Kupfer. Frankfurt a. M., Museum.
H. Siegel des Lamerarius der Kollegiatkirche des heil. Viktor zu Tanten. Das Siegelbildstellt den heil. Viktor in voller Rüstung dar. Umschrift: Liigillumi - rmiiN'lir(ii) - rrrllksijr - Lanrteinj-sis.
3. Siegel des Domkapitels von Paderborn; aus der Mitte des s3. Jahrh. Die thronendeJungfrau Maria mit dem Jesuskinde. Rechts der heil. Liborius, links der heil. Kilianus. Umschrift: 8I6IIA.0N - U0ciM8IV - I'T't'ltb:KL01<blM8l8. Nach einem Abdruck im kgl. Geh. Staats-archive zu Berlin.
6. Sekretsiegel eines lveihbi sch ofs. Brustbild eines Bischofs, der die Rechte zum Segnen erhobenund mit der Linken den Bischofsstab hält. Der lveihbischof, ein Mönch Namens Nikolaus, warBischof in partibus inültelium zu Acon in Palästina. Umschrift: -f 8VOIN<A'Uhu1 - tsiratrlsl - RIOIIO-KTI - TOOMkRjsisj - vkl-scopi).
7. Siegel des S. Michaelisklosters zu Lüneburg. Das Siegelbild stellt den Erzengel Michaeldar, wie er den Drachen tötet. Umschrift: f- 8(i§illum) - C0RVIM1'08 - 8TR<i7IA - NIOI7TKVI8-IA I.ORWUUll. Stempel von Kupfer im kgl. Staatsarchive z» Hannover. Das Kloster ist 955von Hermann Billung gestiftet, die jetzige Kirche ist s3?3—slW gebaut.
8. Siegel des (Martins-)Klosters bei D ettingen in Württemberg; von sH20. Hocherhabenetreffliche Arbeit. Das Siegelbild stellt den heil. Martin dar, der im Begriff ist, seinen Mantel miteinem krnxpelhaften Bettler, der sich in einem kleinen wagen neben dem Pferde des Heiligen fort-bewegt, zu teilen. Umschrift: Sjil»ll»iiil: konvnitiis : monastkrii : iiixtii i?) Drttiiitz. Nach einemAbdruck im kgl. Geh. Staatsarchive zu Berlin.
2, 7>, 6, 7 noch Beissel in Ztschr, f. christl. Kunst.)