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Erster Band.
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Umschreibung und Übersetzung zu dem Facsimile

der von Kaiser Heinrichs I. Verteidigungsanstalten handelnden Stelle

in der um das Jahr 967 entstandenen Handschrift von Widukinds von Torvey „Sächsische Geschichten";

Dresden, königl. Bibliothek.

Transskription:

I. ^Vlüukinch R.es §esiae Saxonicae I, zz.

eives assuefaceret, repsnts irrult super Llavosqul äicuntur Hevslli, st multis eos preliis sati-§ans, äemum Kieme asperrima eastris super

Übersetzung:

wie nun König Heinrich, als er von den Ungarn einen Frieden auf neun Jahre erhalten hatte, mit der größtenKlugheit Sorge trug, das Vaterland zu befestigen und die barbarischen Völker zu unterwerfen, dies auszuführen geht übermeine Kräfte, obgleich ich es doch auch nicht ganz verschweigen darf. Zuerst nämlich wählte er unter dem mit Landbesitzangesiedelten Kriegsleuten jeden nennten Mann aus und ließ ihn in Burgen wohnen, damit er hier für seine acht GenossenWohnungen errichte und von aller Frucht den dritten Teil empfange und bewahre; die übrigen acht aber sollten säen undernten und die Frucht sammeln für den neunten und dieselbe an ihrem Platze aufbewahren. Auch gebot er, daß die Gerichtstageund alle übrigen Versammlungen und Festgelage in den Burgen abgehalten würden, mit deren Bau man sich Tag und Nachtbeschäftigte, damit sie im Frieden lernten, was sie im Fall der Not gegen die Feinde zu thun hätten. Außerhalb der Festenstanden keine oder doch nur schlechte und wertlose Gebäude, während er nun an solche Satzung und Zucht die Bürger gewöhnte,fiel er plötzlich über die Slawen her, welche Heveller genannt wurden, ermüdete sie durch viele Treffen und nahm endlich beieinem sehr deftigen Froste, indem er auf dem Lise sein Lager aufschlug, die Festung, welche Brennaburg heißt, durch HungerSchwert und Kälte. Und als er mit jener Burg das ganze Land in seine Gewalt bekommen, wandte er seinen Marsch gegenDalamantien, dessen Bekriegung ihm schon vor Zeiten sein Vater überlassen hatte, und indem er die Burg Rietst belagerte —