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Erster Band.
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Die Rüstung des 13. und 14. Jahrhunderts.

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Die Brünne blieb vorerst in ihrer alten Form mit einer Schlitzung vorn und hinten,welche die Schöße, Asren, bildete. Der Ringpanzer aber hatte schon im dreizehnten Jahr-hundert dem Kettengeflecht fast das Feld geräumt. Auf der Brust, am Hals, namentlich amUnterarm ward der Schutz des Harnisches durch eingelegte Eisenplatten, Brazel, Meusenierverstärkt; auch die Knie bekamen „Kacheln" (Schützer) von gehärtetem Leder oder Metall(Fig. 33, um 1314). Der Waffenrock, häufig mit Pelz, Kleinspalt gefüttert, ward kurz (Fig. 33),immer enger und endlich zum knappen Lendner (Fig. 36, 1349, und Fig. 37, um 1372). Der

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Ein Kampf der Ritter Kaiser Heinrichs VII. anf seinem Zuge nach Rom.

Miniaiure in der im Auftrage des Erzbischofs Balduin von Trier (Bruder Kaiser Heinrichs VII.) ausgeführten Bilderhandschrist,welche auf 37 Blättern in 73 Darstellungen Heinrichs VII. Kaiserwahl, Nomfahrt und Ende schildert. Erste Hälfte des vierzehnten

Jahrhunderts. Kgl. Prov.-Arch. zu Koblenz.

Die Kämpfer sind in vollem ritterlichen Schmucke, angethan mit dem bis zum Knie reichenden Wappenrocke mit kurzen Ärmeln, unterwelchem das Panzerhemd hervorkommt. Die Hände sind mit ledernen Stulphandschuhen bekleidet. Die Nosse sind mit buntfarbigenDecken, aus denen Löcher für die Augen ausgeschnitten, behängt. Die Sattel haben behufs festeren Sitzes hohe Vorder- und Rück-lehnen. In diesem Bilde sind alle Arten von kriegerischen Kopfbedeckungen, welche im Anfange des 14. Jahrhunderts im Gebrauchewaren, vertreten, vom einfachen Sturmhut bis zum Stechhelme mit beweglichem Visier. Die Kämpfer sind an ihren Wappen zu er-kennen. Im dichtesten Gewühle Erzbischof Balduin von Trier im Stechhelm mit geschlossenem Visier, auf Schild, Wappenrock und derblau gefütterten Roßdecke das rote Lrierische Kreuz auf weißkariertcm Grunde; der tapfere Erzbischof spaltet einem Italiener vom Ge-schlechte der Orsini, wie fein Wappen — schwarzer Bär im goldenen Felde — anzeigt, den Helm. Neben dem Erzbischof kämpft einvollkommen rot gekleideter Ritter. Hinter diesem sprengt mit geschwungenem Schwerte Marschall Heinrich von Flandern heran, gefolgtvon dem Abte Heinrich von Fulda mit dem schwarzen Kreuz in Silber, und dem Delphin von Dienne mit dein blauen gekrümmtenFische auf goldenem Grunde. Über den Kämpsenden flattern die Banner des Reiches, von Baiern, Flandern, Trier, des Burggrafenvon Hammerstein mit den drei silbernen Hämmern in Not, des Bischofs von Lüttich mit silberner Säule auf rotem Grunde, dasschwarze Kreuz in Silber von Fulda und das weiße Kreuz von Savoyen in rotem Felde. Die rote Lilie von Florenz weist auf dieam Kampfe beteiligten toscanifchen Hilfstruppen hin. (Nach Inner, Romf. Heinr. VII.)

große Schild wurde bei der verbesserten Rüstung entbehrlich und deshalb immer kleiner.Seine Wölbung flachte sich ab (Fig. l9, 33, 36).

Allmählich wurden die Menseniere teils als Eisenstücke, teils als Streifen gehärtetenLeders anf die Brünne geheftet, die nur noch bis zum Halse reichte, während der Hals undKopf durch ein besonderes Panzerkragenstück geschützt wurde. Die Beine bekamen Lederhosenmit Schienenbelag und Metallbuckeln (Fig. 36), oder die Schenkel wurden über den Panzer-hosen noch mit harten Lederhosen bekleidet (Fig. 37). Die Schienen verbreiterten sich undschlössen als Arm- und Beinröhren organisch zusammen. Metallbuckeln deckten an Ellbogenund Knieen als gebauchte Kacheln die Bewegung. Die Brustplatte trat aus der Brünne auf