Erläuterung zu den Abbildungen von
Typen der Artillerie Kaiser Maximilians I.
Nach den Abbildungen in Aaiser Maximilians Zeugbüchern in der kgl. Hof- und Staatsbibliothek zu Münchenund der k. k. Ambraser Sammlung zu Mien.
Maximilians Geschütze teilten sich in vier Arten:
Erstens „ksanptbiichsen"; dieselben schössen Steinkngeln und lagen auf einen: einfachen Roste,mitunter auch auf der bloßen Erde; hinter ihnen wurden Pfähle in den Boden gerammt, um denRückstoß zu vermeiden.
Die zweite Art der Geschütze hatte dünnere und längere Rohre; das Marimilianische Zeugbuchführt als Gattungen derselben an „Scharffmetzen, Nachtigall:, lanng Korthonen, knrtz Korthonen, Not-pnchsen" — diese schießen sämtlich Kugeln von Eisen — und „virtelpuchsenn", welche Steinkngelnschießen und die kürzesten Rohre haben.
Die dritte Geschützart hat sehr lange Rohre; die zu ihr zählenden Stücke werden deshalb„Schlangen" genannt. Zu ihnen gehören auch die ksagelbüchsen und die Streitkarren mit mehrerenSchlangen.
Die vierte ksauxtgeschützart sind die Mörser.
Die Aufnahme und Abbildung dieser Geschütze geschah in: Auftrage Kaiser Maximilians I. durchBartholomäns Freinsleben, der kaiserl. ksanszeugmeister war, in den letzten Jahren des f5. und denersten des s6. Jahrhunderts.
Ro. s. Hanptbüchse.
„ 2. Lange Karthaune.
„ 3. Kurze Karthaune.
„ viertelbüchse.
„ 5. Basilisk: besonders lange Gattung der „Schlangen", „Der Schnurrhindnrch" genannt.
„ 6. Lange Schlange.
„ 7. Mittlere Schlange.
„ 8. Lalkonet.
„ s)- Tarrasbüchse.
„ HO. Streitwagen mit 6 Schlänglein.
„ ss. ksagelbüchse.
„ s2. Lsauptmörser der Maximilianischon Artillerie: „Der lsninmel".
„ s3. Steinbüchse auf Karren.
„ fH. Tarrasbüchse aus einer Bocklafette.
Die Geschütze waren schwarz und rot bemalt. Der Hintere Teil der Rohre war durch einen miteinen: Fähnchen geschmückten aufzusetzenden Kasten vor Witterungseinflüssen geschützt.