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Zweiter Band.
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Kirchen gerät. Musikinstrumente.

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Der Züricher Gelehrte Josias Simmler (7 1576) hinterließ: zwanzig Tischbecher, vierTrinkgefäße von der Art der Stäufe, zwei vergoldete Schalen, neunundzwanzig Löffel, vieraufgerüstete Betten, zweiundfünfzig Leintücher, sechs Dutzend Tisch-, vier Dutzend Handquehlen,vierundzwanzig Tischlaken, zweiundsiebzig Schüsseln und anderes mehr, auch einen Harnisch,eine Hellebarde und einen Spieß.

Im kirchlichen Geräte vollzog sich eine künstlerische Weiterentwickeluug nur noch in derkatholischen Kirche, während die lutherische sich auf das Einfache und Notwendige beschränkte

Musikpflcge im sechzehnten Jahrhundert.

Faksimile eines Holzschnittes von Hans Burgkmair (1478—1531) im „Weißkunig" (I. S. 417).

-WSj

und die reformierte sich jedes Schmuckes puritanisch enthielt. Die neueren katholischen Kirchen-geräte aber wichen vielfach von der Strenge des früheren Kirchenstiles ab und näherten sichdem weltlichen Geschmacke, indem sie antike mit christlichen Motiven zu verbinden suchten. DieMonstranzen erhielten verschwenderische Verzierungen; die Reliquienkästchen glichen antikenSarkophagen; die Sakristeischränke und Chorgestühle unterschieden sich in ihrem reichen Schnitz-werk mit Menschen- und Tiergestalten kaum noch wesentlich von Hausmöbeln; Kelche und Leuchtergingen fast ganz in den Charakter reichen weltlichen Prunkgerätes über.

In der Tonkunst begann zu jener Zeit sich neben der kirchlichen eine weltliche Musikzu bilden, die aber noch lauge auf der Einwirkung der Italiener, besonders Venedigs, deren