Bewaffnung und Rüstung im 16. und 17.. Jahrhundert.
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Die Klingen würden im Laufe der Zeit immer länger und immer schmäler, spitz, und wurdenmit und ohne Blutrinne und Giftzüge geschmiedet. Der Degen, aus dem die Zeit auch dasRappier entwickelt, wurde horizontal in der Degentasche getragen (Fig. 23), welche mittels einesHaken in das Gürtelkoppel eingeschoben ward. Zu ihm gesellte sich während des dreißigjährigenKrieges der aus Polen und Ungarn entlehnte Säbel. Die Doppelsöldner der Landsknechte dessechzehnten Jahrhunderts führten den großen Zweihänder (Fig. 24). Ein Dolch wurde mitunterim siebzehnten Jahrhundert zum Parieren für die linke Hand getragen.
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Anwerbung und Ausrüstung von Soldaten zur Zeit des dreißigjährigen Krieges.
Faksimile aus: vökensio xatriao oder Landtrettuug. Bon Joh. Jac. von Wallhausen, derzeit Chnrf. Manch, bestellen
Obr. Leutenant. Fcanckfurt a. M. 1621.
Die Stangenwaffen erhielten sich mit wenigen und geringen Veränderungen; die schwereLanze oder der Landsknechtsspieß, fünf bis sechs Meter lang, mit lanzettförmiger Spitze(Fig. 3, 4) und die kürzere Hellebarde des Doppelsöldners (Fig. 9). Außerdem kommen alsStangenwaffen vor: Piken, Korseken, Kriegssensen, Roßschinder und andere, von denen schließlichals Offiziersabzeichen nur die Partisane in das achtzehnte und bis in den Anfang des neun-zehnten Jahrhunderts übergeht. Streitäxte, Kriegsflegel, Morgensterne und dergleichen unbeholfenesZeug verschwanden nach und nach.
Die Feuerwaffen wachsen seit dem sechzehnten Jahrhundert an Verbreitung und Wichtigkeit.Langsam war ihnen die Armbrust gewichen. Im Jahre 1450 erscheinen die mechanischen Lunten-gewehre zuerst in Deutschland; 1517 wird in Nürnberg das Radschloß erfunden und 1543der Stecher; aber das Luntenschloß erhielt sich wegen seiner bequemen Handhabung noch langebis ins siebzehnte Jahrhundert hinein und war während des ganzen dreißigjährigen Krieges imGebrauch. Das Stein- oder Batterieschloß wurde im Jahre 1635 erfunden; der Drall gehört schon