Das lange Parlament bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs. 231
Und die City rechtfertigte das in sie gesetzte Ver-trauen. Als in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar einAllarm ausbrach, ohne dass man, wie gewöhnlich in derleiFallen, sagen konnte, was im Anzug sei, traten die Milizen,40.000 Mann stark, unter Gewehr, trotzdem der dem Königegeneigte Lord Mayor sich geweigert hatte, dies anzuordnen.— Das Haus der Gemeinen traf Vorkehrung, die Sitzungenin Westminster ungefährdet wieder aufnehmen zu können:es übertrug das Commando der städtischen Miliz an PhilippSkippon, dessen Ernennung auch durch ein Comitb desHauses der Lords bestätigt ward; es nahm die Loyalitäts-erklärungen der Seeleute entgegen, die zur Vertheidigungder parlamentarischen Sache mitwirken wollten, und eskehrte an dem festgesetzten 11. Januar im Triumphe nachWestminster zurück. Den Tag vorher war Carl I., umdie Feier des neuen grossen Sieges der parlamentarischenüber die königliche Gewalt nicht ansehen zu müssen, vonWhitehall gegen Hampton Court aufgebrochen. Er hattesich vom langen Parlamente getrennt, und seine Wegesollten ihn mit demselben erst wieder zusammenführen,wenn er als Angeklagter und die Gemeinen als Richtereinander vors Antlitz treten würden.
Die wenigsten von denen, welche die fieberhafte Auf-regung jener Tage mit durchgemacht haben, werden sichdarüber klar geworden sein, dass alles, was um sie vor-ging, den Bürgerkrieg athrne und bedeute. Unter diesenwenigen Tieferblickenden ist ganz unzweifelhaft OliverCromwell gewesen. Er weiss, dass es zum Schlagen kommenmuss und dringt auf energische Rüstungen, wo er nurkann. Es genügt ihm nicht, dass beide Häuser des Parla-ments (13. Januar) an die Sheriffs der Grafschaften Befehlerlassen, sie mögen ungesetzlichen Zusammenrottungensteuern und die Waffenmagazine sicher stellen; am nächs-ten Tage nach Beschlussfassung dieser Ordre wird aufseinen Antrag ein Comite mit der Aufgabe betraut, dasKönigreich in Vertheidigungszustand zu setzen und alle