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Oliver Cromwell und die puritanische Revolution / von Moritz Brosch
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Cromwells erstes Parlament. Allianzfragen.

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greifen konnte, dass die Macht Cromwells und des Heeresunerschütterlich sei, weil sie unentbehrlich war für Hintan-haltung der Anarchie 1 , vor dem schloss diese Versamm-lung beharrlich die Augen.

Nachdem das Haus die einzelnen Bestimmungen desInstrumentes der Regierung (Art. I ausgenommen) durch-berathen und an mehreren Stellen erheblich geändert hatte,fasste es dieselben in einer neuen Regierungsacte zusammen,die gemäß Beschluss des Hauses vom 16. Januar 1655 inGesetzeskraft treten sollte, ohne erst dem Lord Protectorbehufs Ertheilung seiner Genehmigung unterbreitet zuwerden. Am nächsten Tage jedoch besann sich das Hauseines bessern und votirte, dass diese Regierungsacte demProtector zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werdensolle; doch müsse er sie ganz, wie sie liegt und steht, an-nehmen oder verwerfen. Es ist gar kein Zweifel, dassCromwell, falls ihm ein solches Entweder-oder vom Armee-rath seiner Offiziere wäre geboten worden, sich sehr be-dacht hätte, es als ungebührliche Zumuthung abzuweisen;aber von einem Parlamente geboten, welches der Regierungeine neue Bahn vorzeichnen wollte, ohne die Macht zuhaben, ihr die alten Wege zu versperren, konnte der her-ausfordernde Beschluss nur Einer Antwort begegnen: derAuflösung des Hauses.

Wäre eine Bestimmung des Instrumentes der Regierungnicht gewesen, die es dem Lord Protector untersagte, das Par-lament vor Ablauf einer fünfmonatlichen Session aufzulösen,so hätte er schwerlich den Debatten und Beschlüssen des-selben so lange Zeit vergönnt. Denn, das Maß seiner Ge-duld zu erschöpfen, kam Eines hinzu: das Haus schien plan-

1 So drückt es Pauluzzi in seinem Lond. 7. November 1654datirten Schreiben an Sagredo aus: Chiaro si vede che durante la suavita durerä egli nell auttoritä presente, e cadendo lui caderan tuttiglordini cosi suoi come del Parlamento, e risorgeran quasi infailibilile confusioni et le pretensioni per la dolcezza del commandare. Vgl.damit die Äusserung Bernardis bei Prayer, p. 189.

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