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Oliver Cromwell und die puritanische Revolution / von Moritz Brosch
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Cromwells erstes Parlament. Allianzfragen.

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vom französischen, setzte weiteren Reclamationen dievollendete Thatsache dieses Übereinkommens entgegen,und Cromwell erkannte, dass sein Versuch, die protes-tantischen Cantone der Schweiz zu einem Bunde gegenSavoyen zu gewinnen oder mit der Drohung eines solchenauf Turin einen Druck zu üben 1 , keinen Erfolg verheisse,dass England also mit dem vorlieb nehmen müsse, wasfür die Waldenser zu erreichen war. Nach Empfang derMeldung von der in Turin getroffenen Übereinkunft sträubtesich Cromwell nicht länger gegen Unterzeichnung desfranzösisch-englischen Vertrags, die an dem angegebenenOktobertage stattgefunden hat.

Wie der endgiltige Abschluss dieses Vertrags umeines protestantischen Interesses willen hinausgeschobenworden, so hatte auch bei der Anbahnung und Verhand-lung desselben ein protestantisches Interesse den Stein desAnstosses gebildet. Cromwell bestand anfänglich darauf,dass in den Vertrag eine Bestimmung gesetzt werde, kraftder Frankreich, in irgend welcher Form, die Verpflichtungübernehme, seinen, den französischen Protestanten freieReligionsübung zu gestatten 2 . Je länger aber die Unter-handlungen sich hinzogen, desto klarer wurde es demLord Protector, dass die Sache der französischen Adels-faction, die unter dem Namen der Fronde bekannt ist,keineswegs identisch sei mit der des Protestantismus. DerPrinz Condd, Führer dieser Faction, begegnete nicht demgeringsten Vertrauen bei Cromwell, der einen Sendlingdes Prinzen, schon kurz nach der Schlacht bei Worcester,zwar empfangen, aber auch mit Spott abgefertigt hatte 3 .

1 Über die fruchtlosen Bemühungen der Cromwellschen Agenten inZürich und Genf s. Vaughan a. a. O. I pp. 231 ff. Die Klage, dass sie zunichts geführt, bei Thurloe, A Collect, of the St. Pap. Lond. 1742. III 742.

2 Berichte von Mai bis August 1654 bei Vaughan, I pp. 2, 25,36 ff. 41, 86.

5 Dep. Mich. Morosini, Paris 24. Oktober 1651: II Cavalier diRiviera (dal Cond6) spedito in Inghilterra al Cromuell . . . doppo