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Vierzehntes Capitel.
grenze ansehnliche Streitkräfte bereit, die unter Führungdes Königs und seines Bruders, des Herzogs von York,den Aufständischen Hilfe brächten 1 . WagstafF und seinVerbündeter Penruddock, ein ziemlich begüterter Land-edelmann, sammelten etwa 200 Anhänger, mit denen siedie Stadt Salisbury in der That überrumpelten (11. März).Eben hatten sich daselbst die Richter für die gebräuchlicheQuartalsession eingefunden; WagstafF liess sie greifen,wollte ihnen auch mittelst Aufknüpfens den Garaus machen,wurde aber durch Penruddock von dem barbarischen Streicheabgehalten. Die Insurgenten wollten erst den ObersherifF,dann den städtischen Ausrufer zwingen, Carl II. als Königzu proclamiren; allein beide weigerten sich, ihnen denWillen zu thun. Unter der Stadtbevölkerung kein Zeichenvon Theilnahme: sie war entweder puritanisch gesinnt,oder klug und vorsichtig genug, dem gefährlichen Handelfernzubleiben. Die Aufständischen hielten es nun für’s beste,Salisbury zu räumen, um anderwärts ihr Glück zu ver-suchen. Sie brachen, die westliche Richtung einschlagend,gegen Cornwall auf, wurden aber von einer ihnen nach-eilenden Truppenabtheilung erreicht und überwältigt: diemeisten fielen in Gefangenschaft; doch der Haupträdels-führer WagstafF entkam über die See.
Gleichzeitig mit dieser Schilderhebung -war ein Auf-stand im Norden geplant. Hier war nach mehrtägigemAufenthalt in London, von wo er die rosigsten Berichtean Carl Stuart übermittelt hat, Lord Wilmot Graf vonRochester angelangt. Die Rosen aber, die er sich verheissenhatte, fand er stachelig und liess es bleiben, sie zu pflücken.Mit einigen Edelleuten und ihrem Gefolge, die dem könig-lichen Rufe entsprechend die Waffen erhoben, konnte ernichts ernstes unternehmen. Es war gescheidt von ihm,w^enn er bei Zeiten sich rettete; allein gescheidter wärees gewesen, sich gar nicht auf eine Sache einzulassen, die
1 St. Pap. Dom. 1655, p. 98.