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Vierzehntes Capitel.
Ist diese Äusserung Cromwells — was keineswegsausser Zweifel steht — uns richtig überliefert oder wenigstensihrem Sinne nach genau wiedergegeben, so kann man sieunmöglich als eine solche gelten lassen, die dem wahrenSachverhalt entspräche. Die Generalmajore, denen derProtector eine nur durch seinen Willen beschränkte Ge-walt über die Grafschaften anvertraut hat, waren ungleichmehr denn blose Sicherheitscommissäre, als welche sieCromwell vor Lord Mayor und Aldermen von Londonaufführt. Sie waren der sichtbare Ausdruck, die lebendigeVerkörperung der auf dem Continent zu öftern malen, inEngland aber seit den Tagen Wilhelms des Eroberers eineinzigesmal vorgekommenen Thatsache, dass der Bestandder Herrschaft, wie Ziel und Richtung der Politik von derbewaffneten Macht ausgehen, dass sie von dieser ins Da-sein gerufen -worden und durch sie erhalten werden. AlleSchritte, mit denen Cromwell solch einer Gestaltung derVerhältnisse Rechnung getragen hat, sind von Erfolg ge-wesen; alle seine beharrlich wiederholten Versuche, hieranetwas zu ändern und die Sachen wieder in ein parlamen-tarisches Geleise zu bringen, sind steril geblieben. DieZügel der Herrschaft vermochte er festzuhalten; aber denerst von den Stuarts unterdrückten, dann im Waffenlärmder puritanischen Revolution verscheuchten Geist der Gesetz-lichkeit konnte er nicht hervorzaubern, aus dem Schatten-reiche, in welches derselbe für Generationen versunken w T ar.
Die Mittel zur Führung des Staatshaushalts herbei-zuschaffen, hatte der Protector, gemäß dem ihm zuge-sprochenen Ordonnanzrecht, Steuern ausgeschrieben, diemonatlich 60.000 Pfd. ergeben sollten. Der Betrag warniedrig gegriffen; er lief darum regelmäßig ein. Es kamennur zwei Fälle der Steuerrenitenz vor: sie blieben isolirt,und wenn auch der eine davon etwas Aufsehen erregte,wurde es doch, mittelst geschickter Behandlung des Steuer-verweigerers, bald unterdrückt und rasch in Vergessenheitgebracht. Allein mit 60.000 Pfd. per Monat auszukommen,