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Motiv ihres Votums. Ideen und Eindrücke — Alles ist inihrer Sprache griechisch oder römisch. Auf der Redneibühnewie im Colleg entfließen ihren Lippen fortwährend die WorteFreiheit, Tyrann, Republik, Republikaner, Volks-wohl; sie haben denselben Sinn, wie in dem Mund« oderunter der Feder der klassischen Autoren.
So formuliren Kalos, Delegre, Jean-Bon-Saint-Andrä,Paganel, Dameron, Boilleau, Lindet, Roux und viele Andereihr Votum wie folgt: „Ich stimme für den Tod und bedauerenur, daß ich ihn nicht über alle Tyrannen verhängen kann;zur Sicherheit der Republik und zum Heile des Volkesstimme ich für den Tod; alle Völker, welche frei sein wollen,vermögen es nur durch den Tod der Tyrannen, ich Kimmefür den Tod; ein Republikaner zieht nur die Interessen desVaterlandes zu Rathe, ich stimme für den Tod; ich binein Mensch, ich schaudere vor dem Blutvergießen, allein ichglaube mich um das Vaterland wohl verdient zumachen, wenn ich für den Tod stimme; ich halte die nichtfür Republikaner, die da zaudern, einen Tyrannen hin-zuschlachten, ich stimme für den Tod; einst sagte ein Ty-rann, er wünsche, das römische Volk habe nur eineinziges Haupt, um es mit einem Hiebe abschla-gen zu können, auch Ludwig Capet hat, so viel an ihmlag, diesen blutgierigen Wunsch genährt; ich stimme für denTod." ')
Für einen großen Theil resumirt sich die heidnische Ideein einem Namen des klassischen Alterthums, und welches auchihre Sentenz ist, dieser Name ist das Motiv ihres Votums.
Manuel verlangt im Namen der Römer die Ein-kerkerung des Königs, und schwört im Namen des Brutus,ihn zu erdolchen, wenn er es versucht, die Krone wiederuman sich zu reißen: „Franzosen müssen durch ihre Einsicht höherstehen als Römer. Ludwig ist ein Tyrann, allein dieser
1) Monit. ebend.