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Dies Concert unsinniger Lobeserhebungen hat niemalseine Unterbrechung erlitten. Man steht verblüfft, wenn manalle in den Kollegien aufgeführten Tragödien, alle rhetorischenErgüsse und alle schriftlichen Commentare, in welchen derCharakter und die Thaten des ersten und des zweiten Brutusder Jugend zur Bewunderung hingestellt werden, steht. Ein nichtweniger unbestreitbares Recht auf Verwunderung hat die Gut-mütigkeit der Männer, welche meinen, es lasse sich ohneGefahr mit solchen Ideen spielen.
Wir wollen nur ein Beispiel anführen. Zu Anfangdes achtzehnten Jahrhunderts ließ U. Poroe, 8. ck., Pro-fessor der Rhetorik an dem Colleg Ludwigs des Großen zuParis, von seinen Schülern seine Tragödie Brutus dar-stellen. Beim Schlüsse des Stückes erhebt sich Brutus underwiedert dem Lictor, der ihm den Tod seiner auf seineneigenen Befehl enthaupteten Söhne meldet: „Es ist gut, Romist gerächt. Jetzt, ihr Schutzgötter, höret mein Gebet: Ichhabe mein Vaterland von den Tyrannen befreit; wenn jemalsein Mann aufstehen und es in Knechtschaft bringen wollte, somöge aus meinem Blute ein hochherziger Bürger erstehen, derim Angesichts von ganz Rom den Usurpator erdolchet, damitder Name eines Brutus den Tyrannen auf immerzum Verderben gereiche. Dies ist Alles, um was derVater, der Consul, der Rächer des Vaterlandes bittet." ')
Nicht eine einzige Stimme ward laut, die auf die
1) Lene S8t.
^am viiutioats sst Koma. Nune, o nuno mess,Vii 8ospitsles, »ecjim si po8eo, preee8^uäite. Ouro pslnsm exsmi ;u§o;
Hsne äsinäe 8i qui8 preinere 8ervltio velitDxorere no8tro 8Lnxuine impstiem,
Inveryue eivi8, ie8te qui Koma novumkermt t^rrmnum, 8itque sstsle omnidu8Nomen t^rsnni8 Lrutus. 8oe nimm xreeorIInum Uoe parenti, con8uü, nltori äste.