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Frankreichs gegenseitig und vor dem Volke eine feierliche Ein-tracht beschwören würden I Die Römer hatten der Concordiaeinen Tempel errichtet; dieser unsterbliche Tempel muß auchunter uns errichtet werden."
Um die Bürger- und Decadar-Feste zu begehen, braucht manGebäude. Echassvriaux sagt mit Recht weiter, daß das finstereDunkel unserer Tempel, ihre bauliche Form mit den lachendenFeierlichkeiten der neuen Religion nicht in Einklang stehen.Bis auf Weiteres verlangt er, daß die Versammlungen unteroffenem Himmel vor den Augen der Natur abgehaltenwerden sollen. Rabaut Saint-Etienne ist der Anficht, mansolle Tempel i» einem jeden Bezirke, für die Jahreszeit, dadie Kälte die Verehrung des höchsten Wesens auf dem Rasennicht erlauben werde, bauend)
Zur Vollständigkeit in allen seinen Theilen fehlen dem neuenCulte weiter Nichts als liturgische Gesänge; denn die Priester findschon gefunden; die Elementarlehrer und die Municipalbcamten indreifarbiger Schärpe theilen sich in die Amtsverrichtungen desrepublikanischen Sacerdotiums. Ein auf dem Marsfelde am1. Vendemiaire des Jahres III ergangener Aufruf ladet dortalle Künstler ein, sich an das Werk zu machen. Dieses Acten-stück beginnt also: „Unter der Herrschaft des Despotismuskonnte der gefesselte Genius auf seiner Lyra nur wenige Saitenberühren; heute gibt ihm die Freiheit seinen ganzen Auf-schwung wieder. Die Pindar und Tyrtäus verviel-fältigen sich." 3)
Um ihren Wetteifer anzuregen, proclamirt die Regierungihre Namen und ihre Ruhmestitel: „Folgendes sind," sagt sie,„die Namen der Dichter und Komponisten, die seit der Er-werbung der Freiheit zur Verherrlichung der Nationalfeste bei-getragen haben:
1) Monit. Tridi v. 3. Niv. des Jahres III.
2) Monit. v. 22. December 1792. — 3) Monit. ebendas.