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Sechstes Kapitel.
Militärische Belohnungen.
Sie sird dem heidnischen Alterthum nachgeahmt — Belohnun-gen der Städte und Armeen — Decrete, welche erklären, sie hättensich um das Vaterland verdient gemacht — Die gemeinen Soldatenmit Eichenlaub bekränzt — Belohnungen der Generale — Triumph— Beschreibung eines römischen Triumphes während der Revolution.
Die französische Republik führt den Krieg, wie ihn dieRepubliken des Alterthums führten. Der sie beseelende Geistoffenbart sich nicht allein im Hasse und in der Grausamkeit;er spricht sich auch in den an den Krieg sich knüpfenden Ge-bräuchen und Einrichtungen aus. So haben bei allen Völkerndie siegreichen Soldaten Belohnungen zu erwarten. Die Re-volution konnte, um ihre Krieger zu ehren, Beispiele unterden christlichen Völkern wählen. Allein sie that nichts wenigerals dieses, überschritt die von ihr keiner Beachtung gewürdig-ten Jahrhunderte und holt ihre Muster aus der großen römi-schen Republik, deren Tochter zu sein sie sich rühmt.
Nun belohnte aber Rom eine Stadt oder eine Armee, diesich durch eine besonders muthige That hervorgethan, dadurch,daß es durch das Organ des Senates oder des Volkes er-klärte, sie hätten sich um das Vaterland wohl ver-dient gemacht. Diese feierliche Redensart wird von derRevolution auf die Tagesordnung gesetzt. Hundertmal kehrtsie in Decretsorm in den Spalten des Moniteur wieder.
Im Namen des französischen Volkes entscheiden der Natio-nalconvent, das executive Directorium: Die Bewohner vonLille haben sich um das Vaterland verdient ge-macht; die Bewohner von Longwi haben sich um dasVaterland Verdienste erworben; die gegen Toulonabgesendete Armee hat sich um das Vaterland verdient