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des Kultes, setzte die Religionsfeste ein oder schaffte sie ab,nahm die fremden Götter in die Zahl der einheimischen auf,schuf neue und verlieh ihnen Bürgerrecht.
Die französische Revolution erkennt dem Volke, da sieseine Souveränetät als ersten Grundsatz der neuen Verfassungaufstellt, auch dieselben Rechte zu; so das Recht, die bestehendeReligion abzuschaffen; es hat von demselben Gebrauch gemacht;das Recht, eine neue Religion aufzustellen, von welchem esebenfalls Gebrauch machte; das Recht, Götter und Göttinnenzu decrctiren; es hat dasselbe geltend gemacht; das Recht,Heroen und Halbgötter zu ernennen, es hat es geltend ge-macht; daS Recht, solche auf die Altäre zu stellen und anzu-beten, es hat es geltend gemacht; das Recht, sie aus ihremTempel zu vertreiben und in die Kanäle zu werfen, es hat esgeltend gemacht; das Recht, seine religiösen Festtage einzusetzen,es hat es geltend gemacht.
Als ihm das Organ der Constituante, Talleyrand, so vieleruhmwürdige Vorrechte ankündete, sagte er förmlich: „DieReligion, ihre Diener, die Ordensleute und dieArmen gehören der Nation. Diese Verfügungen sindrathsam; zu keiner Zeit könnt Ihr sicherere, der gesun-den Politik entsprechendere und mit dem wahren Geisteder Religion übereinstimmendere treffen."')
„Volk," ruft Corutti aus, „die Religion ist die Fülle unddie Weihe der Moral und der Politik. Ein so mächtiger Hebelmuß auf besonnene Weise combinirt sein. Seitherhaben schändliche Truggebilde die Tempel zu Stätten derTrauer und blutiger Austritte gemacht. Unsere Revolution wirddiese sinnlosen Chimären in ihrem Laufe mit fortschwemmen.Die Lichtstrahlen des achtzehnten Jahrhunderts, in eineneinzigen und breiten Brennpunkt, gleichsam in einen Brenn-spiegel concentrirt, werden die von so vielen Jahrhunderten
t) Adresse vom 30. April 1790.