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erging sich bisweilen in den furchtbarsten Prophezeiungen.Sein Antlitz war bleich und starr, alle seine Muskeln krampf-haft zusammengezogen und seine Augen wild und zornglühend.Er ward zuletzt hingerichtet. Das Volk verlangte nach seinemKopfe; der Scharfrichter faßte ihn bei den Haaren und botihn den Blicken der Menge." ')
Sechzehn Monate lang hatten die Mitglieder des Revolu-tionstribunals durch ihre Schlachtopfer das blutige Schauspielgeboten, welches zu bieten sie nun selbst an die Reihe gekommenwaren. In Lieferungen von 20, 30, 40, 50, ja sogar von80 Personen schickten sie dieselben aus das Blutgerüste. Un-glaubliche Zeit!
Die Straßen von Paris, die öffentlichen Plätze, dieBoulevards, die heute nach jeder Richtung von Frachtwagcn,Omnibus, Kabrioletten und Luxusequipagen durchkreuzt werden,sahen damals vom Morgen bis znm Abend nur zweierleiArten von Fuhrwerk: die Leichenwagen für die Leben-digen, welche die für die Hinwürgung bestimmten Gefangenenin die verschiedenen Gefängnisse brachten, und die Henker-karren, welche die Opfer vom Revolutionstribunal zur Ab-metzelung führten.
Die Schriftgelehrten des Konventes, welche mit WollustFrankreich sich im Blute verjüngen und nach und nach einegriechische und römische Gestalt annehmen sahen, waren amBegierigsten nach einem solchen Schauspiele bei Tage.Einige ihrer wilden Worte sind bis auf uns gekommen.„Marsch, marsch, zur Guillotine," riefen die Einen,„es ist schon der Mühe werth." — „Es sind ihrernoch nicht einmal zwölf, es ist kein Vergnügendabei," sagten die Anderen; „ich gehe noch nicht." Mansah Deputirte auf hohe Steine steigen, um die Zahl der Köpfezu berechnen. Jedesmal, wann das Messer fiel, schrieen dieEinen: „Wie ungeschickt, du Spitzbube!" Die Anderen
1) Monit. v. 21. Florsal des Jahres III.