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200,000 Livres, Pechotte 500,000 Livres und Martin-Martin300,000 Livres. Mittelgroße Distrikte, wie Beaugency, zahlenbis zu 500,000 Livres. Nantes und die umliegenden Ortewerden von Carrier im eigentlichen Sinne des Wortes ge-schunden. Von diesen sabelhaften Summen fließt auch nichtein Sou in den Staatsschatz.')
Hebert, sonst auch genannt der Vater Duchesne,treibt dies Spitzbubenhandwerk in Paris wie die Anderen inder Provinz. Am 5. Januar 1794 besteigt er die Tribüneder Jakobiner und thut den unverschämten Ausrus: „Jakobiner,Jakobiner, Gerechtigkeit! In einem heute erschienenen Libellwerde ich beschuldigt, ich sei ein unverschämter Räuber, einDieb am öffentlichen Schatze!" Camille Desmoulins er-widert: „Hier habe ich den Beweis für diese Beschuldigung,nämlich einen Auszug aus den Registern der Nationalschatz-kammer, in welchem es heißt, daß durch Bouchotte am 2. Junieine Summe von 123,000 Livres an Hebert für sein Journalgezahlt worden ist; am 4. Oktober eine solche von 60,000 Livresfür 600,000 Exemplare des Vater Duchesne, währenddiese Exemplare nur 17,000 Livres kosten sollten."
Dem unbestechlichen Robespierre macht Billaud-Varennesöffentlich den Vorwurf, daß er zu dieser Verschwendung desSchatzes die Ermächtigung ertheile. „Ein Secretär des öffent-lichen Wohlfahrtsausschusses," sagt er, „hat 114,000 Livresgestohlen. Ich habe seine Verhaftung verlangt und Robes-pierre allein, der stets nur von Gerechtigkeit und Tugendspricht, hat sich der Verhaftung widersetzt."
Wüthend über die von Fouche vorgenommene Verhaftungeines Sansculotten zu Lyon spricht Robespierre zu diesem:„Wisse, daß die Patrioten niemals stehlen, dennAlles gehört ihnen." Dieser rechtschaffene Sansculottewar zu gleicher Zeit der Denunciant und der Richter von
1) Geschichte des Direktoriums, B. I. S. 3. — 2> Monit. ebendas.3) Monit. v. 9. Lhermidor des Jahres III.