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Neunzehntes Kapitel.
Opfer der Revolution.
(Fortsetzung.)
Giftbereitung — Verherrlichung des Selbstmordes — Er-innerungen an Virgil; die Seelenwanderung — Heidnische Ge-sänge — Materialismus — Tod der Girondisten — Niouffe be-reitet sich in Gesellschaft des Plato zum Tode vor — Beispieleder Tugend und des Heldenmnthes, von Gefangenen geliefert, diekeine Schriftgelehrten waren.
Außer den Orgien und der Abfassung von Liebesgedichtenbildete eine Hauptbeschäftigung der Gefangenen in allen Kerkerndie Giftbereitung und das Streben, irgend ein Geheimniß,um sich das Leben selbst zu nehmen, zu erfinden. Wir wollenuns auf einige Thatsachen beschränken: „Mein Dasein,"schreibt ein Gefangener aus der Abtei, „war mir zu einerLast geworden, die ich nicht länger mehr tragen konnte undderer mich zu entledigen ich Willens war. Mein ganzesDenken war auf dies einzige Ziel gerichtet. Ich war imBesitze eines kupfernen Leuchters, ich verschaffte mir Essigund bereitete Grünspan. Bereits hatte ich eine ziemlich starkeDosis von diesem Gifte gefertigt, da ward mein Vorhabenentdeckt."
Aus der Conciergerie schreibt ein Anderer: „Ich war ent-schlossen, mir den Tod zu geben. Sobald ich im Besitze meinerAnklageacte gewesen wäre, hätte ich es gethan; an hochher-zigen Beispiele» fehlte es mir nicht. Roland, Claviere,Buzot, Barbaroux, Valaze hatten mir den Weg gezeigt undvor ihnen Allen Cassius, Brutus und Cato. Auf dem-selben Kruge, in welchem ich mein Trinkwasser holte, schärfte
1) Gefängnisse u. s. n>., Abtei, S, 22.Gaume, Revolution. IV.
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