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[2. Band.]
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mit denen ihr den Despotismus bekämpft und unsere Rechteauf die Freiheit auf ewig gesichert habt, in die Handgegeben hat? Ich fordere, daß Frankreich, nachdem es derWelt ein großes Beispiel gegeben, auch der Ruhm vorbehaltenbleibt, nach dem Beispiele der antiken Völker denunsterblichen Mann, der sein Wohlthäter, oder vielmehrjener des Menschengeschlechtes war, in einer für sichselbst und für ihn würdigen Weise geehrt zu haben." DerSaal wiederhallte von einstimmigem Beifallgeschrei und Rous-seau bekommt eine Statue.

Das ist aber »och nicht genug: Rousseau muß auch mitVoltaire die Ebren der Apotheose theilen.

Am Samstag den 27. August 1791 tritt eine Deputationder Schriftsteller unter dem Vorsitze des Herrn VictorBroglie vor die Versammlung. Der Redner erklärt sich,wie folgt:

„Ihr habt jenes Universalgenie, dem man vorgeworfenhat, daß es alle Stände angreift, das sie aber nur bemei-stert, um das Ungeheuer des Fanatismus und desAberglaub ens unter die Füße der Philosophie zu werfen,im Pantheon aufgestellt. Voltaire war der nothwendigeVorläufer Euerer Arbeiten; er schlug schon vor EuchAlles nieder, was Euch hinderlich werden konnte; er rasirteso zu sagen den Platz, auf dem ihr das Gebäude unsererFreiheit errichtet habt.

„Ihr habt ihm die Ehren, die ihm gebührten, gewährt;ihr habt Euere Schuld an sein Andenken abgetragen. Habtihr auch die Schuld an das Andenken des Verfassers desGesellschaftsvertrags getilgt? Die Gleichheit der Rechteunter den Menschen und die Souveränetät des Volkes hatRousseau zuerst und zwar vor den Augen des Despotismusin ein System gebracht. Diese beiden Mutter-Ideen habendurch die Lectüre seiner Schriften in den Herzen der Fran-zosen und in den Eurigen Wurzel geschlagen und, wie nichtbestritten werden darf, ist unsere ganze Konstitution nur deren