154
der Welt zu bemächtigen vermögen; es wird immernoch Hoffnung sein.
„Dort hat sich Mably gebildet, und er hat inihren heiligen Ergüssen vielleicht mehr die Züge ihrer Tugen-den, als das Feuer ihres Genies gesucht."
Wenn man sich die vorhergegangenen Biographien Rous-seau's, Voltaires und Montesquieu's ins Gedächtniß ruft, sofindet man, daß unter den Philosophen des achtzehnten Jahr-hunderts Mably das vierte Opfer der Renaissance und derCollegerziehung ist.
Siebzehntes Kapitel.
Condorcet.
Seine Geburt — Seine Erziehung bei den Jesuiten —Seine Seele baar des Christenthums, trunken vom Heidenthum
— Sein Glaubensbekenntniß — Sein Memoire über dieOrganisation der Akademien — Seine Verachtung für seine Lehrerund sein Haß gegen das Christenthum — Briefe an Voltaire, anTnrgot — Sein Haß gegen die sociale Ordnung — Sein re-publikanischer Fanatismus — Er läßt aste Adelstitel verbrennen
— wird proscribirt mit den Girondisten — Republikaner undHeide bis zum Tode — Er stirbt wie Sokrates.
Während die Jesuiten zu Paris aus ihren InstitutenVoltaire, jene zu Toulouse Cerutti, jene zu Lyon Mably her-vorgehen sahen, leiteten ihre Brüder zu Rheims die Erziehungeines neuen Philosophen, der, vom Knabenalter an wie dieAndern leidenschaftlich für das heidnische Alterthum einge-nommen, seinen Platz unter den glühendsten Feinden der Re-ligion und der menschlichen Gesellschaft einnahm. Dieses neue
1) Lioge Iristoriius, S.