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Völker, eines eingebildeten Zugeständnisses, von dem sich keineSpur auffinden läßt, sondern vielmehr kraft eines ihrer Eigen-schaft als Oberhäupter der christlichen Societät innewohnendenRechtes, als unfehlbare Dolmetscher der göttlichen Gesetze undals von Gott für die Entscheidung über die staats- und civil-rechtlichen Bestimmungen bestellte Richter, die zugleich mit derfür die Vollstreckung ihrer Urtheilssprüche nothwendigen Auto,rität begleitet sind.
Gregor IV. in den Streitigkeiten zwischen Ludwig demFrommen und seinen Söhnen; Nicolaus I. in der Angelegen-heit Lvthar's, des Königs von Austrasieu; UrbanII., Victor III.— Alle berufen sich auf ihr Recht, nicht aber auf das chi-märische Zugeständniß, das man meint. Doch wir wollennoch einige eclatantere Thatsachen der Geschichte anführen.Heinrich IV., ein Kaiser, den man ganz mit Recht wegen seinesgrausamen Verfahrens, seines ausschweifenden Lebens, seinerRaubthaten und seiner Eingriffe in die Freiheit seiner Völker,in die Rechte seiner Nachbarn und in die Autorität der Kircheden deutschen Nero nannte, wird von dem gemeinschaftlichenVater der Könige und der Völker mehrmals mahnend auf-gefordert, ün sich selbst einzukehren und zu bedenken, daß ihmdie Gewalt verliehen worden, nicht um zu zerstören, sondernum aufzubauen, nicht um zu unterdrücken, sondern um zu be-schützen. Heinrich verschmäht diese Warnungen. Auf sie folgenDrohungen, die er gleichfalls nicht beachtet.
Jetzt erinnert sich der souveräne Papst, daß er der Stell-vertreter des Königs der Könige ist und verkündet in nach-stehenden Worten die Entsetzung Dessen, der sich selbst desThrones für unwürdig erklärt hat: „Glückseliger Petrus, dirhat es gefallen und gefällt es, daß ich das Oberhaupt desbesonders deiner Fürsorge anvertrauten christlichen Volkes bin,und durch dich ist mir von Gott die Gewalt verliehenworden, im Himmel und auf Erden zu binden und zu lösen.Demgemäß nehme ich zur Ehre und zur Vertheidigung deinerKirche, im Auftrage des allmächtigen Gottes des Vaters, des