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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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und dessen Direkter ebenfalls Hr. Baumann. Die Kindergesellschaft,7080 Mitglieder, ist die Vorbereitungsschule für die Sonntags-gefellschaft; sie stellt unter der Leitung des Herrn SchullehrerMüller und versammelt sich jeden Freitag im Schulllause. Zu Hirs-landen, die gemischte Sonntagsgesellschaft von circa !>o Mitglie-dern, welche oft an lleiligen Festtagen Chorlieder von Nägeli,Motette von Mühling und Lieder von vielen andern Componistcnaufsüllrt. Der Männerchor von circa 30 Mitgliedern versam-melt sich jeden Montag und ist ebenfalls ein Zweig des Sänger-vereins am Zürichsee ; Director dieser beiden Gesellschaften istHerr Schullehrer Rud. Weber. 3m Riesbach besteht die ge-mischte Sonntagsgcsellschaft aus circa!»o Mitgliedern, welche dennämlichen Zweck hat und den gleichen Singstoff benutzt, wie dieGesellschaft in Hirslanden. Der Männerchor zählt gegen 30 Mit-glieder , versammelt sich jeden Donnerstag und ist ebenfalls einZweig des SängervereinS am Iürichsee; Direkteren sind dieHerren Bebi und Arter. Die Gemeinden Fluntern , Ober- undUnterstraß, Wipkingen und Höngg bilden zusammen eine gemischteGesellschaft von circa 8090 Mitgliedern. Sie versammelt sichmonatlich ein Mal an einem Sonntage und gibt jährlich 2 bis 3Musikaussührungen; der Singstoff ist aus Kirchenmusik beschränkt.Director ist Herr Z. U. Wehrli. Ueber Musikhandlungens. Ragionenvcrzeichniß, Beilage Nr. II.

Das Theater wurde im Jahre 1833 durch einen Actien-vcrein unter vorzüglicher Leitung und Mitwirkung einer anony-men Theaterbaugesellschaft errichtet. Zu demselben wurde einTheil des ehemaligen Barsüßerklosterü im Obmannamt um dieSumme von 17,500 fl. angekauft. Ein feststehender Plan liegtdem Baue nicht zu Grunde, sondern es wurde aus mehrerenPlänen (von Hang in Zürich , Oberst Pfyffer von Luzcrn u. A.jdasjenige, was für die vorliegenden Verhältnisse am zweckmäßig-sten schien, benutzt. So entstand das, in mehrcrn Theilen voll-kommene, in andern weniger gelungene Theater, dessen Kosten fürAnkauf, Bau und erste Einrichtung mit Inbegriff des Museum-und Wirthschaftsgebäudes sich auf circa 70,000 fl. belaufen. DasAeußere des Theaters ist sehr einfach und geschmacklos, das Innereetwas beschränkt, doch freundlich und geschmackvoll. Das Parterreenthält 150 gewöhnliche und 70 Sperrsitze, die Parterregallerie130 Plätze, die darüber befindliche Logenreihe 110 Plätze, die